(openPR) Presseinformation
Jede zweite Aktiengesellschaft in den DACH-Staaten bietet allen Mitarbeitern vergünstigte Aktienkäufe an.
GEO-DACH-Chapter und F.A.Z.-Institut stellen eine Studie zur aktien-basierten Mitarbeiterbeteiligung in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor.
München, 07. Oktober 2011
Gut jedes zweite Unternehmen, das in einem der deutschen Indizes DAX bzw. MDAX, im österreichischen ATX bzw. im Schweizer SMI notiert ist, bietet seinen Mitarbeitern zwischen 2009 und 2011 in mindestens einem Jahr den vergünstigten Kauf von Belegschaftsaktien an. Diese Offerten stehen in der Regel allen Beschäftigten offen, nicht nur Führungskräften. Somit ist das Angebot an Mitarbeiterbeteiligungsplänen in den drei DACH-Staaten Deutschland, Österreich und der Schweiz größer als bislang angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Aktienbasierte Mitarbeiterbeteiligung in Deutschland, Österreich und der Schweiz“, die das GEO-DACH-Chapter und das F.A.Z.-Institut gemeinsam herausgeben. GEO ist ein weltweites Netzwerk zum Austausch von Wissen über die aktienbasierte Vergütung. Basis der Studie ist eine Befragung unter den Aktiengesellschaften in den Indizes DAX, MDAX, ATX sowie SMI.
Die globale Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 hat zwar einzelne Unternehmen dazu bewegt, ihre Mitarbeiterbeteiligungspläne vorläufig ruhen zu lassen, doch heute planen mehrere Unternehmen, neue Mitarbeiterbeteiligungspläne in den kommenden Jahren einzuführen. Aktuell ist der Anteil der Plananbieter unter den Aktiengesellschaften im Schweizer SMI (14 von 20 Unternehmen) am höchsten, gefolgt vom deutschen DAX (18 von 30 Gesellschaften). Der MDAX zählt 22 Anbieter von 50 Unternehmen, der ATX acht von 20 Unternehmen.
Die Unternehmen verfolgen mit einem Mitarbeiterbeteiligungsplan klare Ziele. An erster Stelle wollen sie die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen fördern, indem die Beschäftigten durch den Aktienkauf zu Mitinhabern des Unternehmens werden und eine größere Verantwortung für den Geschäftserfolg tragen. Das Eigentum an Aktien soll die Fachkräfte auch stärker an das Unternehmen binden. Die meisten interviewten Experten sind sich einig: Die Mitarbeiterbeteiligung wird als HR-Instrument in Zukunft immer wichtiger.
Viele Aktiengesellschaften bieten ihre Beteiligungspläne auch in anderen Staaten an, schrecken aber davor zurück, sie an allen Standorten auszu-rollen. Vor allem die rechtlichen Vorschriften und langwierige Genehmi-gungsverfahren in einzelnen Staaten verursachen erhebliche Kosten für die Unternehmen. Ein EU-weites Basismodell für Beteiligungspläne könnte rechtliche Hürden abbauen und die Genehmigungen vereinfachen.
Auch in Deutschland könnte der Gesetzgeber den Rahmen für die aktien-basierte Mitarbeiterbeteiligung verbessern, indem er die Doppelbesteue¬rung der Aktieninvestments und die Zeitpunktbewertung der Vermögens-überlassung aufhebt. Die Beschäftigten investieren aus dem Nettolohn in Belegschaftsaktien, und bei einem späteren Verkauf der Anteile fällt zudem die Abgeltungsteuer an. Auch die Bewertung der Vermögensbeteiligung nach § 3 Nr. 39 Satz 4 EStG schmälert die Dividende der Beschäftigten, da sich zum Zeitpunkt des Angebotes keine Aussagen über die Höhe des geldwerten Vorteils treffen lassen.
Die Studie kostet 75 Euro und ist zu beziehen über den Buchhandel (ISBN: 978-3-89981-683-9)
oder über: F.A.Z.-Institut für Management-, Markt- und Medieninformationen GmbH,
z. Hd. Frau Stéphanie Nell, Postfach 20 01 63, 60605 Frankfurt am Main
oder per Fax: 069 7591-1966.
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