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Hintergrundinformation zum Geschichts-Express

28.04.200423:24 UhrTourismus, Auto & Verkehr

(openPR) Frankfurt am Main - Bitterfeld am 6. September
 
(Berlin/Frankfurt a. M., 5. September 2003) Am 6.9.2003 startet ein historischer Zug der Deutschen Bahn mit jungen Gästen von Frankfurt am Main nach Bitterfeld. Im Rahmen des Projekts „Geschichts-Express“, das es Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland ermöglicht, die Ausstellung über die Aufstände am 17. Juni 1953 in der Region Bitterfeld zu besuchen, stellt die Deutsche Bahn erneut einen historischen Sonderzug zur Verfügung.Bereits am 50. Jahrestag der Aufstände, dem 17. Juni 2003, fuhr die Deutsche Bahn einen historischen Zug aus der Reichsbahnzeit von Berlin nach Bitterfeld. Jetzt handelt es sich um Wagenmaterial aus den Beständen der ehemaligen Bundesbahn, die auch im „Interzonenverkehr“ der 70er Jahre eingesetzt wurden. Mit ihren 26,4 Meter waren die Wagen das Vorbild für die spätere internationale Reisezugwagennorm. Gelobt wurde damals das geringe Gewicht und der Raum- und Fahrkomfort. Die ausziehbaren Sitzbänke machten auch lange Fahrten erträglich.Gezogen werden die Wagen von der Lokomotive E 41 001. Sie entstammte einem spektakulären Neubauprogramm, das der wachsenden Streckenelektrifizierung auf dem Gebiet der Bundesbahn Rechnung trug. Die E 41 war als Universaltype für leichten Schnellzug -, Personenzug - und Güterzugdienst konzipiert. 1954 erhielt die Lokomotivfabrik Henschel und Sohn in Kassel den Auftrag für den Bau des mechanischen Teils, der elektrische Teil stammte von BBC in Mannheim. Knapp 30 Jahre war die Lok ununterbrochen im Einsatz, allerdings überfuhr sie nie die Grenze zur damaligen DDR. Heute wird die in Koblenz stationierte Lok für Sonderfahrten des DB Museums und sein Nostalgiereiseprogramm eingesetzt.Rund fünf Stunden ist der „Geschichts-Express“ von Frankfurt am Main nach Bitterfeld unterwegs. Er fährt über die Strecke Fulda, Bebra und Eisenach, die heute kaum noch daran erinnert, dass sie zwei deutsche Staaten miteinander verband. Dabei zählte Bebra zu den wenigen Grenzbahnhöfe eines Eisenbahnnetzes, das vor 1945 noch mit 39 Strecken verbunden war. 1953, im Jahr der Aufstände, waren davon nur vier Strecken für den Interzonenverkehr geöffnet. Bis 1961 kamen noch drei weitere Strecken dazu. Die meisten der alten Eisenbahnstrecken endeten damit während der Teilung Deutschlands im Niemandsland. Anlagen und Gleise wurden abgebaut oder nach Jahren des Verfalls der Vegetation überlassen. Aber auch die befahrenen Strecken wurden vernachlässigt. Erst der „Volksaufstand von 1989“ ermöglichte die Öffnung der Grenzen, auch die Zusammenführung der beiden deutschen Bahnen und in Folge ein umfassendes Sanierungs- und Investitionsprogramm. Heute kann der Geschichts-Express auf einer grundsanierten Strecke fahren, die den Finanzstandort Frankfurt am Main mit dem Chemiestandort Leuna-Bitterfeld verbindet.



Der 17. Juni 1953 bei der Deutschen Reichsbahn

Für den fahrplanmäßigen Eisenbahnverkehr in der DDR war der 17. Juni 1953 ein ganz normaler Tag, auch wenn bei der Deutschen Reichsbahn gestreikt und protestiert wurde. Es waren vor allem die Arbeiter der Reichsbahn-Ausbesserungswerke, die ihren Unmut über die politisch vorgegebenen Normerhöhungen und die schlechten Arbeitsbedingungen zum Ausdruck brachten. Dabei war Akkordarbeit für die Arbeiter der Werke und im Oberbau kein Fremdwort. Allerdings konnten die Mehrzahl der Normen bis dahin direkt mit der Werksleitung abgestimmt werden. Die nun vom Politbüro der SED festgesetzten Vorgaben trafen bei den Reichsbahnern auf besonderes Unverständnis, da die materiellen Vorraussetzungen für eine Steigerung der Arbeitsleistung fehlten. Bereits 1952, als es aufgrund des Wagenmangels zu einer großen Transportkrise gekommen war, hatte sich gezeigt, dass die Planvorgaben vollkommen unrealistisch waren. Trotz unzureichender Materiallieferungen und dem Mangel an funktionsfähigen Lokomotiven und Wagen hielt die politische Führung der SED an diesen Vorgaben fest. Begleitet wurde die Durchsetzung der politischen Arbeitsnormen von der Verfolgung fachlicher Kritiker. Misstrauisch beobachtete die politische Abteilung die Werksleitungen, zumal hier die Arbeiterschaft traditionell sozialdemokratisch und gewerkschaftlich organisiert gewesen war. So kam es bereits im Vorfeld des 17. Juni unter dem Vorwand des Sabotagevorwurfs zu Verhaftungen und Degradierungen.Am 17. Juni wurden von den insgesamt 28 Ausbesserungswerken der Reichsbahn nur drei Werke nicht bestreikt. Allerdings achteten die Reichsbahner darauf, dass der Fahrbetrieb trotzdem aufrecht erhalten werden konnte. Deshalb legten beispielsweise nur 380 von 710 Beschäftigten des Bahnbetriebswerkes Berlin-Schöneweide die Arbeit nieder.

Deutsche Bahn AGGunnar MeyerSprecher Personenverkehr

 

 

Deutsche Bahn AGDr. Susanne KillÖffentlichkeitsarbeit Konzerngeschichte

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