(openPR) In Bayern wird mehr Strom aus Wasserkraft erzeugt als im restlichen Deutschland. Im Freistaat gibt es rund 4250 Wasserkraftwerke. Grund dafür liegt in der geografischen Lage Bayerns. Gerade die alpinen Flüsse im Süden Bayerns besitzen ein großes Gefälle, daher stehen an diesen Flüssen besonders viele Leistungsstarke Wasserkraftwerke. Das leistungsstärkste Laufwasserkraftwerke Deutschlands ist auch in Bayern. Es liegt an der Donau und hat eine Leistung von 132 MW. Die größten Pumpspeicherkraftwerke liegen hingegen außerhalb Bayerns in den Bundesländern Thüringen und Sachsen.
Wasserkraft hatte in Bayern schon während der Elektrifizierung eine besondere Bedeutung. Da Bayern keine Kohlelagerstätten besitzt, setzte man während der Elektrifizierung auf Wasserkraft. So konnte man bis in den 1920er Jahre den bayrischen Stromverbrauch durch Wasserkraftstrom decken. Heute hat Wasserkraftstrom einen Anteil von 15 Prozent am bayrischen Strommix. Beim deutschen Strommix hat Wasserkraft einen Anteil von rund drei Prozent.
Obwohl Wasserkraft in Bayern schon intensiv genutzt wird, ist sie noch lange nicht vollständig ausgereizt. Bis 2020 möchte die bayrische Staatsregierung die Strommenge aus Wasserkraft um 10 Prozent steigern. Möglich ist dies durch Modernisierung und Ausbau von Altanlagen und die Reaktivierung von stillgelegten Kleinwasserkraftwerken. Der Neubau von Wasserkraftwerken mit einer größeren Leistung ist so gut wie ausgeschlossen, da es dafür kaum Standorte gibt. Aber auch deshalb weil die Bauprojekte wohl auch gegen den Widerstand von Naturschützern gebaut werden müsste.
Weitere Informationen zur Wasserkraft in Bayern:
http://stromanbieterbayern.de/stromerzeugung/wasserkraftwerke_in_bayern.php






