(openPR) Euro ruhig, Öl-Referenzsorten ruhig. Da zuckt auch der deutsche Heizölpreis nicht. Zur internationalen Stabilität trägt vor allem der Euro bei, zumal sich die Rohölpreise nun komplett von der tatsächlichen Marktlage abgekoppelt haben. Ihr alter, neuer Fixstern, der Finanzmarkt, bewegte sich heute jedoch ebenfalls nicht. Also Ruhe, all über all.
LEIPZIG. (Ceto) Der Schriftsteller kennt die Angst vorm leeren Blatt Papier. Dem Analysten geht es ähnlich, wenn er keine Fakten hat, die eine Analyse überhaupt erst ermöglichen. Dennoch muss er, ebenso wie der Schriftsteller schreiben. Der eine aus innerem Antrieb, auch wenn nur Unsinn dabei herauskommt; der andere, weil Marktteilnehmer und sonst an Wirtschaft Interessierte auf seine Informationen hoffen.
Für Analysten ist heute so ein Weißes-Blatt-Papier-Tag. Die wenigen Fakten, die Öl- und Finanzmärkte zum Geschehen beitragen, neutralisieren sich komplett. So schlug gestern der vom American Petroleum Institute starke Rückgang sowohl bei Rohöl als auch den Produkten überhaupt nicht ein (sonst immer ein Preistreiber). Denn gleichzeitig verkündete Mastercard, dass die Benzinnachfrage in den USA rund 2,5 Prozent niedriger als im Vorjahr liegt. Und das tat sie nunmehr 28 Wochen in Folge. „Eine fortgesetzte Preiserholung ist daher unwahrscheinlich“, konstatiert Chefdenker Eugen Weinberg vom Commerzbank Commodity Research kurz und bündig. Müßig zu erwähnen, dass US-Leichtöl (WTI) so ziemlich genau so viel kostet wie gestern Nachmittag (MESZ), nämlich etwas über 77 US-Dollar je Barrel.
Und Europa? Der Euro so stabil dass er nach einigem Auf und Ab wieder exakt so viel kostet wie vor 24 Stunden, nämlich runde 1,333 US-Dollar. Dazu trägt eine neuerliche Verhandlungsrunde zur Stabilisierung der Einheitswährung ebenso bei die die Pläne zur Bankenrettung. Die Wirtschaft glänzt ebenso mit ausgleichender Hand: Dem geschrumpften Einzelhandelsumsatz steht ein um die gleiche Prozentzahl gewachsenes Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone gegenüber. Nordseeöl (Brent) kostet demnach exakt so viel wie ein Tag zuvor, nämlich etwas mehr als 101 US-Dollar je Barrel.
Wie von BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau in der Morgenmeldung prognostiziert (mehr hier: http://www.brennstoffspiegel.de/energiemarkt.html?newsid=10914&title=Euro+stabiler%2C+Preise+f%FCr+Roh%F6l+und+Heiz%F6l+ebenfalls) bewegten sich die hiesigen Heizölpreise heute kaum. Auch hier also eine Situation des Weißen Blatt Papiers. Die 100-Liter-Partie kostet den deutschen Heizölverbraucher bei einer Gesamtlieferung von 3.000 Litern HEL bundesdurchschnittlich 83,65 Euro, das ist exakt so viel wie gestern.
Den vollständigen Artikel finden Sie auf dem Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau unter
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