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Kommunale Kliniken in Rhein-Main in Not

05.10.201114:20 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Initiative gesundheitswirtschaft rhein-main fordert beim Parlamentarischen Abend Landespolitik zum Handeln auf

„Die kommunalen Maximalversorger in der Rhein-Main-Region stecken finanziell in einer prekären Lage. Es kann keine Lösung sein, diese Kliniken auf Dauer mit Steuermitteln zu subventionieren“, mahnte Florian Gerster, Vorsitzender der Initiative gesundheitswirtschaft rhein-main e.V. beim Parlamentarischen Abend der Initiative in Wiesbaden. Es müsse dringend realisierbare Lösungen für diese Häuser gefunden werden.



Die großen städtischen Kliniken, die in der Rhein-Main-Region überproportional vertreten sind, befinden sich seit Jahren in einer finanziellen Schieflage. Deshalb suchen die HSK, Dr. Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden seit Juni nach einem privaten Investor, 49 Prozent des Maximalversorgers sollen verkauft werden. Im Jahr 2010 war eine Fusion der HSK mit dem hoch verschuldeten Klinikum Offenbach gescheitert. Nun hat in Offenbach die Berliner Vivantes GmbH für sechs Monate das Management übernommen und soll zusammen mit einer Finanzspritze der Kommune die drohende Insolvenz abwenden.

Trotz der finanziell schwierigen Lage halten die Kommunen weiter an ihren Kliniken fest. Die kommunalen Lösungsansätze zeigen bisher nicht die erwartete Wirkung oder bleiben ohne Erfolg. Dagegen beweist beispielsweise die Privatisierung der Universitätskliniken Gießen-Marburg, dass ein Trägerwechsel die Investitionsfähigkeit stärken und die wirtschaftliche Lage großer Kliniken in wenigen Jahren deutlich verbessern kann. Eine Alternative wäre die Fusion öffentlicher Häuser, wie es in Berlin mit Vivantes und in Hannover mit KRH praktiziert worden sei, so Gerster weiter.

In der Rhein-Main-Region sind dagegen die kommunalen Versuche verstärkter Kooperationen oder Schwerpunktbildung bis jetzt gescheitert. „Vielmehr muss jetzt die Landespolitik aktiv werden. Im Rhein-Main-Gebiet sind die Auswirkungen einer ergebnisorientierten Krankenhausbedarfsplanung des Landes noch nicht zu erkennen. Doch solange der gesetzliche Kontraktionszwang der Kostenträger für alle Plankrankenhäuser gilt, muss auch das Planungsrecht wahrgenommen werden“, forderte Gerster die Landesregierung auf.

In seinem Impulsreferat wies Dr. Sebastian Krolop, Mitherausgeber des „Krankenhaus Rating-Reports“, auf die unterdurchschnittliche wirtschaftliche Situation der hessischen Krankenhäuser hin. Für den „Krankenhaus-Rating-Report“, erstellt vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (RWI), vom Institute for Healthcare Business GmbH und der ADMED GmbH, werden jährlich rund 700 Jahresabschlüsse zur wirtschaftlichen Lage und Investitionsfähigkeit der deutschen Krankenhäuser untersucht. Laut des Reports schneiden kommunale Kliniken im Durchschnitt schlechter ab, als freigemeinnützige oder private Häuser. Die Situation in Hessen ist besonders schwierig: während die Insolvenzwahrscheinlichkeit im Bundesdurchschnitt 1,21 Prozent pro Jahr beträgt, liegt der Wert in Hessen bei ca. 1,9 Prozent. „Da in den kommenden Jahren die Erlöse der Krankenhäuser weniger stark steigen werden als die Kosten, ist mit einer Verschlechterung zu rechnen“, so Krolop.

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