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„Arzt oder Ökonom - wer steuert unser Gesundheitswesen?"

27.06.201413:03 UhrGesundheit & Medizin
Bild: „Arzt oder Ökonom - wer steuert unser Gesundheitswesen?"
Dr. jur. Bernard gr. Broermann, Florian Gerster, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery (vlnr)
Dr. jur. Bernard gr. Broermann, Florian Gerster, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery (vlnr)

(openPR) Frühjahrstagung der Initiative gesundheitswirtschaft rhein-main e.v.

Das Gesundheitswesen steht immer stärker unter dem Diktat der Kostendämpfung. Können Ärzte und Kliniken ihre Patienten heute noch angemessen versorgen oder fällt eine gute medizinische Betreuung inzwischen dem Rotstift zum Opfer? Stehen der Mensch und seine Gesundheit noch im Fokus oder überwiegen wirtschaftliche Interessen? Die diesjährige Frühjahrstagung der Initiative gesundheitswirtschaft rhein-main e.v. zum Thema „Arzt oder Ökonom: Wer steuert unser Gesundheitswesen?“ stand ganz im Zeichen dieser kontroversen gesundheitspolitischen Debatte. Auf dem Podium diskutierten mit Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, und Dr. jur. Bernard gr. Broermann, Gründer der Asklepios Kliniken, zwei hochkarätige Insider des bundesdeutschen Gesundheitssystems.



„Ärzte und Wirtschaftsfachleute sollten an einem Strang ziehen, damit die Ökonomie ihre Funktion als dienendes Instrument der Medizin nicht überschreitet“, erklärte der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery. Stattdessen müssten sich Ärzte in Deutschland häufig genug vor den Managern für die Kosten ihrer Arbeit rechtfertigen. „Medizin und Ökonomie schließen sich nicht aus“, erklärte er. Vielmehr sei es doch so, dass Ärzte und Ökonomen unterschiedlichen Logiken folgten: „In der Logik der Ökonomie muss mit geringem Aufwand die bestmögliche Leistung und Qualität erbracht werden. Dies widerspricht jedoch der Logik der Medizin. Die muss das beste Ergebnis für den Menschen, unabhängig von ökonomischen Beschränkungen, erreichen“, hob Montgomery hervor. Ökonomie und marktkonformes Denken würden dann zu einem Problem, wenn die ökonomische Logik auf die Medizin angewandt würde, ergänzt der Experte. Montgomery forderte von den Ökonomen mehr Impulse wie etwas geht und nicht, dass es nicht geht.

Dr. jur. Bernard gr. Broermann, Gründer der Asklepios Kliniken, vertrat die Ansicht, dass Ökonomie notwendig sei, allerdings nicht im Gegensatz zu guter Medizin stehe. „Während Ärzte sich für das Leben des Patienten einsetzen, haben Ökonomen Interesse am Überleben des Krankenhauses.“ Beide Parteien sollten zusammenarbeiten, betonte Broermann. Ursächlich für steigende Kosten im Gesundheitswesen seien die stark alternde Gesellschaft und der schnelle medizinisch-technische Fortschritt. Für den daraus entstehenden Kostendruck sei letztlich die Politik verantwortlich, so der Asklepios Gründer. „Das Problem der Arbeitsverdichtung in deutschen Kliniken ist keine Entscheidung der Ökonomen. Die Steuerung liegt bei der Politik. Sie trägt die Verantwortung für die geringe Vergütung pro Fall, fehlende Investitionen und die Kostendämpfungspolitik“ ärgerte sich Broermann. Er beschränkte sich allerdings nicht darauf, mehr Geld im System zu fordern. Broermann plädierte für eine stärkere Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung, die Vermeidung von Fehlbelegungen und mehr gesundheitliche Prävention jedes Einzelnen.

Die Frühjahrstagung der Initiative gesundheitswirtschaft rhein-main e.v. befasst sich ein Mal jährlich mit aktuellen Fragestellungen der Gesundheitspolitik. Dazu werden hochkarätige Referenten und Politiker eingeladen. Mit jeweils 150 bis 200 Teilnehmern dient die Frühjahrstagung Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und Verbänden als Plattform des Austauschs und der Kontaktpflege in der Rhein-Main-Region.

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