(openPR) Während und auch nach der Finanzkrise mussten viele Fonds einen starken Mittelabfluss hinnehmen, insbesondere offene Immobilienfonds wie AXA Immoselect, SEB Immoinvest, DEGI International oder CS Euroreal mussten eingefroren werden, um ein vollständiges Ausbluten zu verhindern. Diese Schließungsphasen laufen aus und in vielen Fällen ist schon jetzt klar, das größere und professionelle Anleger ihr Geld abziehen werden - schlecht für den "Normal-Anleger", denn der hat in aller Regel die Hoffnung, dass sich "seine" Kapitalanlage erholt und vielleicht doch noch die versprochene und erhoffte Rendite bringt.
Profi-Investoren und vermögende Privatanleger haben in den vergangenen Jahren milliardenschwere Beträge aus den offenen Immobilienfonds wie AXA Immoselect, SEB Immoinvest, DEGI International, CS Euroreal abgezogen. Bei insgesamt 11 offenen Immobilienfonds waren die Mittelabflüsse so gravierend, dass sie eingefroren werden mussten. Das gesperrte Kapital addiert sich auf fast 30 Milliarden Euro. Andere Fonds, wie der Morgan Stanley P2 Value, DEGI Europa, TMW Immobilien Weltfonds, Allianz Premium Management Immobilien Anlagen wurden erst gar nicht wieder eröffnet, sondern direkt in die Abwicklung geschickt - so trübe waren nach den Kapitalabflüssen die Zukunftsprognosen. Jede Chance auf eine Wiedereröffnung war auch durch drastische Kapitalabflüsse zunichte gemacht worden. Kleine und oftmals von Bankberatern schlecht informierte Anleger neigen dazu, ihr Kapital nicht anzutasten und auf bessere Zeiten zu hoffen. Großanleger kalkulieren nüchterner...
Für große Kapitalabflüsse sind in aller Regel so genannte institutionelle Anleger verantwortlich, die für Anlegergruppen oder investierende Institutionen wie z.B. Banken oder Versicherungen investieren. Fonds, die eine Wiedereröffnung anstreben, brauchen aber gerade dieses Geld, um gute Prognosen aufzeigen zu können.
Beispiel CS Euroreal: Hier wurde innerhalb der Schließungsphase durch den Verkauf von Fondsimmobilien durch die Verwaltungsgesellschaft für rund eine Milliarde Euro Liquidität geschaffen. Zur Wiedereröffnung ist aber eine Liquidität in Höhe von rund 1,8 Milliarden Euro notwendig, um den nach der Öffnung erwarteten Mittelabfluss kompensieren zu können.
Es sieht fast so aus, als ob bedrohte Fonds nur aus dem Grund wieder geöffnet wird, um schnell agierenden Großanlegern die Sicherung ihrer hohen Einlage zu ermöglichen, während auf Gesundung hoffende Kleinanleger am Ende wieder die Verlierer sein werden. Großanleger scheinen fest überzeugt, dass eine Öffnung nur vorübergehend sein wird und man - rette sich wer kann - sein Geld möglichst schnell abziehen sollte.
Idee, Quelle und Hintergrundinfos: http://www.dr-stoll-kollegen.de












