(openPR) Im August 2003 haben in Deutschland 3.548 Personen Asyl beantragt. Die Zahl der Asylbewerber ist damit gegenüber dem Vormonat um 980 Personen (- 21,6 Prozent) und gegenüber dem Vorjahresmonat August um 2.232 Personen (- 38,6 Prozent) gesunken.
In den bisherigen acht Monaten des Jahres gingen die Asylerstanträge im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 13.331 (- 27,8 Prozent) zurück.
Der Asylbewerberzugang im August 2003 ist der niedrigste Monatszugang in diesem Jahr.
Neu unter den 10 häufigsten Herkunftsstaaten sind Georgien und Aserbaidschan mit jeweils 125 Asylanträgen. Asylbewerber aus allen Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion haben im August 2003 zusammen 629 Asylanträge gestellt.
Die Zahlen im einzelnen:
I. Aktueller Monat
1. Beim Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge haben im August dieses Jahres 3.548 Personen (Juni: 4.528 Personen) Asyl beantragt. Damit hat sich die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vormonat um 980 (- 21,6 Prozent) verringert. Gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr (August 2002: 5.780) ist die Zahl der Asylbewerber im August 2003 um 2.232 (- 38,6 Prozent) gesunken.2. Hauptherkunftsländer im August 2003 waren:
Zum Vergleich
Juni
Juli
August
1.
Türkei
480
532
432
2.
Serbien und Montenegro
359
441
337
3.
Russische Föderation
318
328
231
4.
China
211
290
203
5.
Iran
122
208
187
6.
Vietnam
148
207
147
7.
Aserbaidschan
78
94
125
8.
Indien
162
207
125
9.
Georgien
72
94
125
10.
Irak
206
189
121
3. Im August 2003 wurden neben den 3.548 Erstanträgen 1.226 Folgeanträge beim Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge gestellt. Im August 2003 hat das Bundesamt über die Anträge von 6.500 Personen (Vormonat: 8.572) entschieden.4. Als Asylberechtigte anerkannt wurden 80 Personen (1,2 Prozent). Abschiebungsschutz nach § 51 Abs. 1 des Ausländergesetzes erhielten 89 Personen (1,4 Prozent). Abgelehnt wurden die Anträge von 4.429 Personen (68,1 Prozent). Auf sonstige Weise erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 1.902 Personen (29,3 Prozent).Bei 104 Personen hat das Bundesamt im August 2003 Abschiebungshindernisse im Sinne von § 53 des Ausländergesetzes festgestellt.
II. Laufendes Jahr
1. Für den Zeitraum Januar bis August 2003 ergeben sich folgende Zahlen:
In der Zeit von Januar bis August 2003 haben insgesamt 34.607 Personen in Deutschland Asyl beantragt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (47.938 Personen) bedeutet dies einen Rückgang um 13.331 Personen (- 27,8 Prozent).
Die Hauptherkunftsländer in der Zeit von Januar bis August 2003:
1.
Türkei
4.312
Personen
2.
Irak
3.301
Personen
3.
Serbien und Montenegro
3.247
Personen
4.
Russ. Föderation
2.082
Personen
5.
China
1.778
Personen
6.
Vietnam
1.402
Personen
7.
Iran
1.395
Personen
8.
Indien
1.229
Personen
9.
Afghanistan
1.030
Personen
10.
Algerien
800
Personen
2. Im Zeitraum von Januar bis August 2003 hat das Bundesamt 62.826 Entscheidungen getroffen. 1.100 Personen (1,7 Prozent) wurden als Asylberechtigte anerkannt. 1.287 Personen (2,1 Prozent) erhielten Abschiebungsschutz nach § 51 Abs. 1 des Ausländergesetzes. 43.644 Asylanträge (69,5 Prozent) wurden abgelehnt. 16.795 (26,7 Prozent) wurden durch formelle Verfahrensbeendigungen (z.B. Antragsrücknahmen) erledigt.
Bei 1.018 Personen hat das Bundesamt in der Zeit von Januar bis August 2003 Abschiebungshindernisse im Sinne von § 53 des Ausländergesetzes festgestellt.
3. Die Zahl der Personen, über deren Anträge noch nicht entschieden wurde, betrug Ende August 2003 26.970 (26.518 Erstanträge und 452 durchzuführende Folgeverfahren). Zudem liegen dem Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge 7.866 Asylfolgeanträge vor, bei denen noch nicht entschieden ist, ob ein Folgeverfahren durchgeführt wird.











