(openPR) Hamburg, 19.09.2011 – Aus Anlass der Neuerscheinung wird die Anthologie „Horror Vacui“ des Künstlers und Filmemachers Romeo Grünfelder im Logensaal der Hamburger Kammerspiele am Samstag, den 24.9. um 19:30 Uhr vorgestellt. Die gesammelten Aufsätze wurden teils von Grünfelders Film “naissance d’un objet” inspiriert, teils umfasst die Anthologie Wiederabdrucke unbekannter und unveröffentlichter Texte. Ulrich Rüter eröffnet die Veranstaltung mit einer Einführung in das surrealistische Werk Paul Nougés, Markus Böttcher liest drei bislang wenig beachtete Berichte okkulter Sitzungen von Thomas Mann, anschließend wird der 16mm-Film „naissance d’un objet“ vorgeführt.
Die programmatisch konzipierte Anthologie beinhaltet des weiteren Beiträge von Robert Pfaller, Peter Geimer, Ursula Panhans-Bühler sowie weiteren Philosophen, Kultur- und Kunstwissenschaftlern aus unterschiedlichsten Grenzbereichen. Die ausgewählten Aufsätze stehen in indirektem Bezug zum Filmthema: alle in der Anthologie versammelten Texte verweisen auf Phänomene ohne objektiven Charakter. Jeder Ausgabe liegt ein Photoabzug des franco-belgischen Surrealisten Paul Nougé von 1929 bei, auf die sich widerum der Film bezieht. „Horror Vacui“ wurde vom The-Green-Box-Verlag in Berlin verlegt, umfasst 177 Seiten und ist im Buchhandel seit Sommer 2011 erhältlich. In Hamburg ist die Anthologie über die Kunstbuchhandlung Sautter & Lackmann sowie Cohen+Dobernigg zu beziehen.
Der Film „naissance d’un objet“, dem die Anthologie zugrunde liegt, wurde im Rahmen der Einzelausstellung „Subversion d’image“ in der Berliner Galerie Kunstagenten 2008 von Grünfelder produziert. Die Filmherstellung selbst war Gegenstand der Ausstellung, in der es ansonsten „nichts“ zu sehen gab.
Pressematerialien: Informationen, Audio Files und Bildmaterial zum Buch finden Sie unter
http://www.felderfilm.de/pub02_d_presskit.htm
Martin Bautz, Projektmanagement
Mobil 0178 5399568
Kontakt Logensaal, Hamburger Kammerspiele:
Saskia Junggeburth
040 / 822272273 mobil: 0179 / 6876870

Über das Unternehmen
Zum Verlag The Green Box
Der Berliner The-Green-Box-Verlag versteht sich als kreativer Verlag für Kunst-Editionen. Die Besonderheit des Verlagsprogramms sind Buchprojekte mit Künstlern, die die Grenzen zwischen den Werken und ihrer Dokumentation verwischen.
Zu Ulrich Rüter
Fotografiehistoriker, Studium der Kunstgeschichte in Hamburg und Wien.
Von 2002 bis 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung F.C. Gundlach, dort u.a. (Mit-)Kurator der Ausstellungen F.C. Gundlach. Das fotografische Werk (2008) und Fashion Room (2009). Zahlreiche Publikationen zur Geschichte der Fotografie. Lebt und arbeitet in Hamburg als freier Dozent, Kurator und Autor (u.a. für Photonews, LFI - Leica Fotografie International). Aktuell: „Auf den Hund gekommen – Ernie & Se King“, in: Thorsten Brinkmann, Portfolio No 2, (Hg. Dirk Dobke/Griffelkunst Vereinigung Hamburg e.V.), Hamburg 2011; Schnittstellen. „Mode und Fotografie im Dialog“ (hrsg. von Burcu Dogramaci, Sebastian Lux und Ulrich Rüter), Hamburg 2010.
Zu Markus Böttcher
Markus Böttcher studierte an der Universität Mozarteum in Salzburg Schauspiel und Regie. Parallel dazu absolvierte er Hospitanzen bei den Salzburger Festspielen, bei der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin, und bei Theatre National Populaire, Paris. Von 1987 bis 1988 war er beim Schillertheater in Berlin als Schauspieler und Regieassistent verpflichtet. Seit 1986 spielt Markus Böttcher den Chef der Spurensicherung „Werner Riedmann“ in der Krimireihe "Der Alte".
Zu Romeo Grünfelder
In langjähriger Auseinandersetzung mit paranormalen Techniken arbeitet Grünfelder in seinen Ausstellungskonstellationen verstärkt an der Aufhebung künstlerischer Identität und Position. Dozent für Dramaturgie und Philosophie an der HfBK Hamburg. Lebt und arbeitet in Hamburg. Filme: "Jimmy Jenseits“ (1993), "Shahrzadeh Scampolo“ (1996), "Ohne Titel“ (2000), "Rallye“ (2004), “desi’re – the Goldstein reels” (2005), “naissance d’un objet” (2008). “Horror Vacui” ist Grünfelders zweite Publikation im The-Green-Box-Verlag.
Zum Logensaal der Hamburger Kammerspiele
Vor dem dritten Reich war der sogenannte Logensaal der Hartungstraße das Zentrum der Hamburger jüdischen Freimaurerloge. Die Loge wurde 1937 aufgelöst. 1941 wurden schließlich auch die Hamburger Kammerspiele geschlossen, die den Nationalsozialisten fortan als Sammelstelle für Juden diente, die von hier aus in Vernichtungslager deportiert wurden. Mit der Wiedereröffnung des Theaters 1945 durch die jüdische Schauspielerin und Regisseurin Ida Ehre kehrte das Theater mit neuem Spielplan zu altem Glanz zurück.