(openPR) Die Pizza, eins der ältesten, bekanntesten und beliebtesten Lebensmittel der Welt, hat ihre Wurzeln in Italien – dennoch liegt ihre Geschichte über Jahrhunderte im Dunkeln, da sie als Mahlzeit für die „einfachen Leute“ galt und kein Kochbuchautor auf die Idee gekommen wäre, sich mit Pizzarezepten zu befassen. Erst Mitte bis Ende des 18. Jahrhunderts entdeckten Ferdinand von Bourbon und sein Sohn das leckere Gericht in Neapel, der süditalienischen Hochburg der Pizza. Dort eröffnete 1830 die “Antica Pizzeria Port'Alba” in Via Port'Alba 18 mit einem Steinofen, der noch heute in Betrieb ist. Ebenfalls in Neapel erlebte der runde Fladen seinen endgültigen Durchbruch im Jahr 1889 als der Pizzabäcker Raffaele Esposito für Königin Margherita die gleichnamige Pizza in den italienischen Nationalfarben kreierte: Basilikum stand für Grün, Tomaten für Rot und Mozzarella für Weiß. Die „Pizza Napoletana“ zählt heute zu den repräsentativsten Gerichten Italiens. Daher beantragte das Land 2011 bei der UNESCO die Aufnahme der Pizza in das Weltkulturerbe. Bereits 2010 setzte die UNO-Organisation die mediterrane Küche auf die Liste der immateriellen Kulturgüter. Seit 1984 setzt sich der Verein für echte neapolitanische Pizza (Associazione Verace Pizza napoletana, AVPN) für den Schutz der lokalen Spezialität ein. Im Jahr 2009 bekamen die Neapolitaner für ihre Pizza das EU-Label „garantiert traditionelle Spezialität“, d.h. Pizzerien, die echte neapolitanische Pizza servieren, müssen diese auf eine genau definierte Art und Weise zubereiten und backen. Der Teig muss von Hand geknetet werden, so dass er elastisch und leicht zu falten ist. Nur San Marzano-Tomaten und Mozzarella aus Büffelmilch dürfen verwendet werden und die Pizza muss im Holzofen gebacken werden.













