(openPR) Die IHK appelliert an die Krefelder Stadtverwaltung, alle noch ausstehenden Maßnahmen aus dem Luftreinhalteplan möglichst noch vor den nächsten Kontrollmessungen durchzuführen. Auch außergewöhnliche Möglichkeiten wie die Nutzung der Standspur der A 57 sollten genutzt werden. Das von der Bezirksregierung geforderte und von der Stadtverwaltung umzusetzende Lkw-Routenkonzept zur Verringerung der Luftbelastung ist umstritten. Es sieht vor, dass der Lkw-Durchgangsverkehr den Oranierring nicht befahren darf und stattdessen über den Nordwall und die Moerser Straße sowie über Blumentalstraße, Birkschenweg und Westparkstraße fließt.
Wolfgang Stromps, Vizepräsident und Vorsitzender des Verkehrsausschusses der IHK Mittlerer Niederrhein, kritisiert die Sperrung des Oranierrings: „Dies führt nur zu mehr Verkehr und somit zu mehr Luftbelastung.“ Der Lkw-Verkehr sollte dort fließen, wo er vorgesehen sei. Dies ist nach Auffassung der IHK der Ring als durchgehende Verkehrsachse, die auch als einzige Straße in Krefeld eine leistungsfähige Unterführung der Bahntrasse bietet. „Es sollten dringend alle noch nicht umgesetzten Maßnahmen aus dem Luftreinhalteplan in Angriff genommen werden“, empfiehlt Stromps. „Dazu gehört auch die Einrichtung einer grünen Welle auf den großen Einfallstraßen.“ Die zügige Umsetzung der Maßnahmen zeige der Bezirksregierung, dass die Sperrung des Oranierrings überflüssig sei.
Als wichtigste Maßnahme zur Luftverbesserung schlägt der IHK-Vizepräsident und Spediteur vor, den Standstreifen der A 57 zwischen Meerbusch und Moers zu nutzen. „So können die Stauumfahrungen durch das Krefelder Stadtgebiet zu den Spitzenzeiten verringert werden.“ Die Sperrung der Stadtzufahrt für den Durchgangsverkehr ab den Autobahnabfahrten sei eine weitere Möglichkeit, die Belastung zu senken. Die Stadt Braunschweig hat eine ähnliche Sperrung bereits durchgesetzt.





