(openPR) München, 14. September 2011 - Eine ungeplante Schwangerschaft, ein Pflegefall in der Familie – und das mitten im Studium. Was jetzt? Wäre es nicht hilfreich, wenn man sich umgehend eine Auszeit nehmen könnte und wenn es eine Versicherung gäbe, die für bereits gezahlte Gebühren aufkäme? Ein guter Gedanke: Das belegt eine aktuelle Studie von forschungplus.
Manchmal wirft ein unerwartetes Ereignis alle Zukunftspläne durcheinander. Passiert so etwas im Studium, so lässt sich nicht immer kurzfristig ein Urlaubssemester beantragen. Was, wenn Janas Schwangerschaftstest plötzlich zwei blaue Strichlein anzeigt? Oder wenn Tims alter Herr mit der Harley die Leitplanke streift und – zum Glück nur vorübergehend – zum Pflegefall wird? Hier könnte eine Semester-Ausfallversicherung die Lösung sein. Hilfreich oder überflüssig – was halten Münchner Studierende von dieser Möglichkeit?
Die Idee kommt vor allem bei Studienanfängern bis zum dritten Semester gut an: In der Anfangsphase ihrer Ausbildung halten 71 % bis 62 % die Absicherung dieses Risikos für sinnvoll. 41 % bis 38 % würden einen entsprechenden Versicherungsvertrag unterschreiben, wenn die Prämie nicht zu teuer und die Leistungskriterien fair wären. Ein beachtliches Abschlusspotenzial zeigt sich auch ab dem vierten Semester bis zum Abschluss und der Promotion: In dieser Phase würden sich zwischen 56 % und 43 % der Studierenden gegen unerwartete Ausfallzeiten versichern. Die Versicherung sollte bei krankheits- und unfallbedingten Fehlzeiten oder persönlich und familiär verursachten Ausfallzeiten z. B. die Studiengebühren erstatten. Ideal wäre auch die freie Wahlmöglichkeit, ob man die Versicherung für die gesamte Dauer des Studiums oder nur für einzelne Semester abschließt.
Interessierte Studierende regen an, dass die Versicherung nicht nur für die Studiengebühren, sondern zusätzlich für den Studentenwerksbeitrag oder Lehrmittelkosten aufkommen könnte. So würde Jana vielleicht mit Morgenübelkeit kämpfen und Tim müsste für Papas Pflege jede Menge Freizeit opfern – eine finanzielle Mehrbelastung bliebe ihnen dank der Versicherung jedoch erspart. Die Semester-Ausfallversicherung sollte ohne Altersbeschränkung abschließbar sein, unbürokratisch leisten und auch im Falle eines Burnouts zahlen. Denkbar wäre, als optionaler Baustein, auch eine Kombination mit der Kranken(-zusatz-)versicherung.
Jana und Tim würden die Semester-Ausfallversicherung sofort abschließen – und vielleicht wird aus der Idee ja schon bald ein Versicherungsangebot: 87 % der interessierten Studierenden hatten spontan konkrete Preisvorstellungen, was eine Semester-Ausfallversicherung kosten dürfte: 44 % würden bis zu 30 Euro pro Semester dafür zahlen, 43 % sogar noch mehr. Die Ausgabebereitschaft der Studentinnen und Studenten ist identisch.
Informationen zur Studie: Mitte Juli 2011 führte forschungplus eine unabhängige Eigenstudie an Münchner Hochschulen durch. In einer computergestützten persönlichen Befragung äußerten sich rund 200 Münchner Studierende u. a. zu ihrer Social-Media-Nutzung, ihren Konsum- und Einkaufsgewohnheiten. Von den Befragten waren 59 % Frauen und 41 % Männer. An der Umfrage nahmen Studierende aller Semesterstufen teil. Bei 10 % der Befragten stand der Studienbeginn noch an, 20 % befanden sich im ersten bis dritten, 26 % im vierten bis sechsten, 32 % im siebten bis zehnten Semester. 13 % waren Langzeitstudierende oder Doktoranden. Das Durchschnittsalter lag bei 24 Jahren. Ausländische Studierende waren mit einem Anteil von 11 % in der Stichprobe vertreten. 56 % der befragten Studierenden waren an der LMU immatrikuliert. Studierende der FH, der TU, von Film-, Musik-, Kunst- oder anderer Hochschulen und privater Universitäten waren zu insgesamt 44 % in der Befragung vertreten. Bei der Befragung wurde darauf geachtet, Studierende sämtlicher Fachrichtungen mit einzubeziehen.











