(openPR) • Innovationstreiber Ressourcenschonung: EffizienzCluster LogistikRuhr plädiert auf dem 5. Unternehmergipfel München 2011 für Umdenken in Wirtschaft und Gesellschaft
• Dr. Christian Jacobi: „Logistik von morgen muss Umwelt schonen und Versorgung sichern“
• Innovationen eröffnen Dienstleistern und Endanwendern Chancen für Wachstum
Mit sieben bis 15 Prozent beziffern Industrie- und Handelsunternehmen den Anteil ihrer Logistik an den Gesamtkosten. Begrenzte Ressourcen und stei-gende Energiepreise könnten die Ausgaben weiter nach oben treiben. „Vor diesem Hintergrund hat die Logistik selbst einen Umdenkungsprozess initiiert und geht mit Innovationen voran“, erklärte Dr. Christian Jacobi, Vorsitzender der Geschäftsführung der EffizienzCluster Management GmbH, der Koordi-nierungsstelle des EffizienzCluster LogistikRuhr, am 8. September 2011 auf dem „5. Unternehmergipfel – Innovation“ in München. „Unser Ziel ist es, die Logistik von morgen mit 75 Prozent der Ressourcen von heute möglich zu machen.“
In dem vom Bundesforschungsministerium geförderten Spitzencluster arbeiten namhafte Forschungseinrichtungen, Unternehmen und viele weitere Akteure an gleichermaßen ressourcenschonenden wie effizienten Lösungen. Denn: Die Unternehmen verstehen Logistik und Ressourcenschonung heute als zwei Seiten einer Medaille. Mehr als die Hälfte des Energieverbrauchs in Deutschland geht Studien zufolge auf Kosten von Verkehr und Industrie: Der Anteil der Logistik an beiden Sektoren ist groß. Der Warentransport ist allein für etwa 14 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Gemessen am CO2-Äquivalent entspricht dies der Menge an Treibhausgasen, die durch die gesamte europäische Gemeinschaft erzeugt wird. „Die Branche nimmt die Herausforderung ernst und will die Potenziale logistischen Handelns entwickeln und ausschöpfen“, so Dr. Christian Jacobi. „Nachhaltigkeit ohne Effizienz ist jedoch eine Sackgasse – und umgekehrt: Die Logistik von morgen muss Ressourcen schonen und Versorgung sichern.“
Logistik besitzt gesellschaftliche Bedeutung
Ob Industrie oder Handel: Jedes Unternehmen, das Produkte herstellt oder verkauft, braucht Logistik. Je effizienter logistische Prozesse organisiert wer-den, umso günstiger – ökologisch und ökonomisch gesehen. Logistik ist jedoch nicht nur ein Thema von Wirtschaft und Unternehmen, sondern eines von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung: Lösungen sind gefragt, um der steigenden Nachfrage nach kundenindividuellen Produkten oder dem diversi-fizierten Konsum- und Freizeitverhalten Rechnung zu tragen sowie die Ver-sorgung insbesondere in Ballungsräumen (urbanen Systemen) zu sichern. Diese gewinnen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels mehr und mehr an Bedeutung. Von neuen und flexiblen, nachhaltigen und energie-effizienten Lösungen profitieren im Ergebnis die Wirtschaft – also auch ein-zelne Unternehmen – sowie die Gesellschaft gleichermaßen.
Im EffizienzCluster LogistikRuhr werden Konzepte, Lösungen und Produkte im Zusammenspiel von Forschung, Unternehmen, Dienstleistern und Endan-wendern entwickelt, in der Praxis erprobt und zur Marktreife gebracht. „Die Logistik versteht sich nicht länger als reine Dienstleistungsbranche für Handel und Industrie. Vielmehr geht es ihr heute auch darum, wie Warenströme lo-gistisch sinnvoll zusammengeführt werden können“, erläutert Dr. Jacobi den neuen Führungsanspruch der Branche. „Dabei gilt es, gemeinsam und über-greifend an Lösungen zu arbeiten. Gleichzeitig muss sich die Logistik innerhalb und außerhalb von Unternehmen vernetzen, um Trends für Produkte, Technologien und Prozesse in die tagtägliche Arbeit zu integrieren.“
„Gute Ideen entstehen heute in Netzwerken“
Damit schließt sich ein Kreis: Die Logistik treibt Innovationen vor dem Hinter-grund der Ressourcenschonung voran, die Innovationen wiederum beschleu-nigen Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. „Ressourcen-schonung ist in vielen Unternehmen noch immer hauptsächlich deswegen ein Thema, weil man die Energiekosten niedrig halten will. Doch ich bin sicher, dass Ressourcenschonung neue Geschäftsmodelle ermöglicht und Unter-nehmen individuelle Chancen bietet“, appellierte Dr. Christian Jacobi an die Teilnehmer des Unternehmergipfels in München, dem Thema Ressourcen-schonung als Innovationstreiber mehr Raum zu geben. „Die Ära des einzelnen Genies im stillen Kämmerlein neigt sich dabei dem Ende zu: Gute Ideen entstehen heute in und aus Netzwerken.“











