(openPR) Die Schreiber Klinik in München behandelt regelmäßig Kinder aus Krisen –und Kriegsgebieten. Dabei trägt das Krankenhaus die gesamten Kosten für Behandlung, Unterkunft und Pflege. Bereits 2009 operierte Konsiliararzt
Dr. Boris Shilov, Facharzt für Plastische Chirurgie, zusammen mit den Kollegen der Chirurgischen Abteilung der Schreiber Klinik, zwei Mädchen aus Afghanistan und Tadschikistan. Nun behandelte das Team im Juni 2011 den 6jährigen Fernando* aus Angola. Das Kind wurde über die Hilfsorganisation FRIEDENSDORF INTERNATIONAL an die Schreiber Klinik vermittelt.
Vor etwa neun Monaten erlitt Fernando durch einen häuslichen Unfall schwere Brandverletzungen, die entweder durch Öl oder offenes Feuer verursacht wurden. Die Verbrennungen erstrecken sich vom Brustkorb über den rechten Arm bis zu den Fingern. Die Wunden heilten, aber durch die starken Narbenkontrakturen konnte das Kind den Arm sowie Handgelenk und Finger nicht mehr bewegen.
Über FRIENDESNDORF INTERNATIONAL kam Fernando Anfang Juni nach München an die Schreiber Klinik. Dort wurde er zunächst von Dr. Boris Shilov, der eine eigene Praxis für Plastische Ästhetische Chirurgie in Dachau betreibt, gründlich untersucht. Bei zwei Operationen, im Abstand von drei Wochen, konnten dann die Gelenke des Ellenbogens und der Hand durch Lösung der Narben, lokale Lappenplastik und Hauttransplantation wieder beweglich gemacht werden.
Die Operationen verliefen gut und Fernando erholte sich rasch. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte er sich zum Sonnenschein des Hauses, der es mit seinem Charme verstand, das gesamte Personal um den Finger zu wickeln und dementsprechend verwöhnt wurde. Im Moment hält der temperamentvolle Junge sich im FRIEDENSDORF in Oberhausen auf. Aber in zwei Wochen kommt er wieder. Dann werden die Finger seiner rechten Hand beweglich gemacht.
In Fernandos Heimat Angola können solche Wunden und Verletzungen nur notdürftig versorgt werden. Nur etwa 30% der Bevölkerung hat Zugang zu medizinischer Versorgung, nur ca. 40% zu sauberem Trinkwasser. Jährlich sterben Tausende an heilbaren Krankheiten wie Durchfällen oder Atemwegsentzündungen. Angolas Wirtschaft leidet immer noch unter den Folgen des jahrzehntelangen Bürgerkriegs. Mehr als die Hälfte der Bürger ist arbeitslos, fast drei Viertel lebt unterhalb der Armutsgrenze. Dennoch ist das Wirtschaftswachstum das zurzeit größte in Afrika – dank Erdöl und Diamanten. Doch nur wenige haben daran teil. Etwa 85 % der arbeitenden Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig
(Quelle: www.friedensdorf.de/Glossar).
Oftmals ist die humanitäre Hilfe von FRIEDENSDORF INTERNATIONAL die einzige Chance für Kinder aus Krisen- und Kriegsgebieten später ein normales Leben zu führen. Seit 44 Jahren kooperiert die Hilfsorganisation mit deutschen Kliniken, die die kostenlose Behandlung dieser Kinder übernehmen. Die Schreiber Klinik ist eine davon. Und auch ihr Konsiliararzt Dr. Boris Shilov verzichtet auf sein Honorar.
Nach der Krankenhausbehandlung halten die Kinder sich noch eine Weile zur Rehabilitation im FRIEDENSDORF auf. Bevor sie die Heimreise antreten, lernen sie die Wunden zu versorgen, mit Prothesen zu laufen oder zu greifen sowie den selbständigen Umgang mit Medikamenten.
* Name wurde aus Sicherheitsgründen geändert


















