(openPR) Das Volumen des französischen Marktes für bildgebende „In vivo“-Verfahren in der Medizin wird auf rund 800 Millionen Euro geschätzt
Weltweit lag das Marktvolumen jüngsten Schätzungen zufolge bei 20 Milliarden Euro. Dieser Wirtschaftszweig setzt sich aus drei Teilsegmenten zusammen: der klassischen Bildgebung (Röntgen- und Ultraschallaufnahmen) mit einem Anteil von 59 Prozent, der Endoskopie (19 Prozent) und dem Bereich der Großgeräte (Röntgenscanner, MRT, PET) mit rund 22 Prozent.
Die Entwicklung der In-vivo Bildgebung schreitet rasch voran und konzentriert sich insbesondere auf die funktionelle Bildgebung des Gehirns, die eine bessere kartografische Darstellung der Hirnfunktionen ermöglicht und zum besseren Verständnis von Entwicklungsanomalien und Störungen beiträgt. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Technologie jenseits des Rheins ist die Strahlenbiologie, ein effizientes Instrument für die Bekämpfung von Krebserkrankungen, das in enger Zusammenarbeit mit der französischen Atomenergiebehörde weiterentwickelt wird, deren Expertise im Bereich der ionisierenden Strahlungen auf einem sehr hohen wissenschaftlichen Niveau angesiedelt ist. Drittes Einsatzfeld schließlich ist die Telemedizin mit den Bereichen Telemonitoring, Telekonsultation und Telekommunikation zur Förderung der Aufrechterhaltung sozialer Beziehungen. Die zurzeit nicht nur in Frankreich intensiv diskutierte Telemedizin ermöglicht eine Fernüberwachung des Gesundheitszustandes von Patienten, sorgt für eine gesteigerte Lebenserwartung und begleitet Patienten bei Verlust der Eigenständigkeit.
Ausländische Investoren setzen auf ‚Made in France‘
Zahlreiche ausländische Unternehmen wie beispielsweise Philips, General Electric Healthcare, Siemens Medical Solutions, Toshiba und Hitachi, Agfa Healthcare, Bioptics, Digirad und MITA haben sich bereits mit Produktionsstätten oder Forschungszentren auf dem französischen Markt niedergelassen. Sie generieren rund zwei Drittel des gesamten Branchenumsatzes und eine Exportquote von nahezu 80 Prozent.
Die Fortschritte in der medizinischen Bildgebung werden zu großen Teilen durch Forschungskapazitäten in der Medizin und dem Krankenhauswesen getragen. Und genau in diesem Bereich kann sich Frankreich auf renommierte Institute und Einrichtungen stützen wie das Neuroimaging-Zentrum NeuroSpin der CEA, die Imaging-Platform Mircen, die Krankhäuser Broussais oder Pitié Salpétrière und die Kompetenzzentren der INRIA (technologische und wissenschaftliche Forschungseinrichtung), der INRA (Forschungsorganisation für Agronomie) und der INSERM (Institut für Gesundheit und Medizinforschung) sowie das nationale Zentrum für wissenschaftliche Forschung CNRS.
Dichtes Forschungsnetz als Standortfaktor
Innerhalb der verschiedenen Cluster werden Partnerschaften oft auch mit ausländischen Unternehmensgruppen abgeschlossen. Cluster wie beispielsweise das Alsace BioValley (Elsaß), Atlanpole Biothérapies (Pays de Loire), Cancer-Bio-Santé (Midi-Pyrénées), Elopsys (Limousin), Eurobiomed, (PACA), Minalogic, Optitec und Lyon-biopôle (Rhône-Alpes), Medicen Paris Région, Cap Digital Paris Région und Systematic (Ile-de-France), Images et Réseaux (Bretagne und Pays de la Loire) und Alpha-Route des lasers (Aquitaine) bilden nicht nur lokale Attraktivitätsschwerpunkte, sondern verstehen sich auch als offene Ökosysteme. Über 650 ausländische Unternehmen sind bereits Mitglieder in einem der 71 französischen Cluster.
Diese dynamische Entwicklung wird durch innovationsfördernde Steueranreize in Form von « forschungsrelevanten Steuergutschriften » und die zukunftsorientierte Investitionspolitik des französischen Staatspräsidenten nachhaltig unterstützt. So belaufen sich die Mittel des auf Gesundheit und Biotechnologie ausgerichteten und unter der Federführung der nationalen, französischen Forschungsagentur (ANR) umgesetzten Programms auf 1,55 Milliarden Euro. Ziel dieser Initiative ist es, durch die Förderung von Partnerschaften zwischen Unternehmen und öffentlichen Forschungseinrichtungen die französische Forschung weiter anzukurbeln, wirtschaftliche Erfolge aus den kürzlich erfolgten Fortschritten im Bereich der Post-Genomik herzuleiten und den Erwerb von Biodaten zu beschleunigen.
Mittelständische Unternehmen als Innovationstreiber
Die wichtigsten Marktteilnehmer können sich auf das Know-how und die Innovationskraft zahlreicher französischer KMUs stützen, die sich auf bestimmte Forschungsfelder und Marktnischen spezialisiert haben. Dies gilt neben der Firma Supersonic Imaging, die als einziges Unternehmen weltweit ein Mehrwellen-Bildgebungsgerät für die Krebsforschung anbietet, auch für Guerbet, den führenden Anbieter für Kontrastmittel mit einem europaweiten Marktanteil von 25 Prozent.







