(openPR) Ein Tabuthema in Gesellschaft und Politik ist zu Recht das Geschlechterverhältnis: In letzter Zeit wird die offizielle Sprachregelung `Männer sind Unterdrücker und grundsätzlich böse, Frauen – außer bei der CDU - Unterdrückte und grundsätzlich gut´ immer öfter nicht mehr eingehalten. Das ist ein Problem, zu dessen Lösung vielleicht die professionelle Kreativszene beitragen könnte. Im Berliner `Kunsthaus Tacheles´ wurde deshalb zum Thema `political correctness und gender´ diskutiert:
Typisch für moderne Gesellschaften sind große Veränderungen in den traditionellen Sozialstrukturen. Ökonomisierung und Individualisierung prägen die Lebensstile. Hierbei wandelt sich das Geschlechterverhältnis von einer Betonung der Unterschiede hin zu kompromissloser Gleichheit. Nach einem satirischen Schlagabtausch zwischen Kulturlobbyistin Dr. Sonja Peters und Moderator H. Lühr über die Frage, ob moderne Frauen die besseren und damit die `neuen´ Männer seien, griffen die Diskutanten im `Tacheles´ das tagespolitische Thema `Frauen in der Armee´ auf: Dr. Peters betonte, dass es gesellschaftlich begrüßenswert sei, wenn definierte Feinde künftig von Frauen und Männern gleichermaßen staatlich legitimierte körperliche Gewalt zugefügt bekämen. Dieser Fortschritt dürfe keinesfalls als `Feminisierung´ bislang männlich geprägter Lebenswelten kritisiert werden. Kunstaktivist Martin Reiter machte indes deutlich, dass er als Pazifist Soldatinnen ebenso wenig Sympathie entgegen bringe, wie ihren männlichen Kameraden.
Bezogen auf die Verlässlichkeit und das Engagement für das von Zwangsräumung bedrohte `Kunsthaus Tacheles´ merkte Reiter an, dass die weiblichen Mitarbeiterinnen den männlichen meist überlegen seien, was nicht zuletzt auf die mehrheitlich männlich geprägte Vorliebe für übertriebenen Alkoholgenuss zurückzuführen sei. Frau Dr. Peters ermahnte daher ihre Geschlechtsgenossinnen, auch auf diesem Gebiet künftig mehr Ehrgeiz zu entwickeln um beispielsweise beim sogenannten `Komasaufen´ zu den Männern aufzuschließen.
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