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Umweltminister räumt Unzuverlässigkeit der Jäger ein

15.08.201114:18 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) In einem Interview zum Wolf (Quelle: Alles-Lausitz.de) räumt Sachsens Umweltminister Frank Kupfer (CDU), der auch schon "Ohren-Prämien" für erlegte und überfahrene Füchse ausgeschrieben hat, ein, dass Jäger das Gesetz in die eigene Hand nehmen: "Wenn die Jäger gewollt hätten, dass es den Wolf nicht gibt, dann gäbe es ihn in dieser Anzahl in Sachsen auch nicht. Denn der Jäger ist nachts allein im Wald. Und wenn er schießt, schießt er."

Die Dunkelziffer der durch Jäger begangenen Straftaten ist in absoluten Zahlen gemessen, sehr hoch. Wildtierschutz Deutschland schätzt, dass pro Jahr mindestens 200.000 nicht verfolgte Schonzeit-Vergehen und ein Vielfaches an Ordnungswidrigkeiten durch Jäger begangen werden - gemessen an neun Millionen getöteten Tieren (inkl. Dunkelziffer) sind das allerdings "nur" 2,2 %.

Wildtierschutz Deutschland fordert, die Jagd auf ein Minimum zu reduzieren, die Anzahl der jagdbaren Tiere von derzeit ca. 50 Arten auf zunächst eine Handvoll zu beschränken und die Jagdausübung streng zu reglementieren. Hierzu gehören nach Ansicht von Lovis Kauertz, dem Vorsitzenden von Wildtierschutz Deutschland, jährliche Nachweise über die Schießfertigkeiten der Jäger, regelmäßige Überprüfung der körperlichen und geistigen Verfassung der Waffenträger, turnusmäßige Weiterbildung und Anmeldung (z.B. online über das Internet) jeder geplanten Jagdausübung.

"Wenn wir die Jagd derart reglementieren und reduzieren, wird Deutschland nicht untergehen. Die meisten Tierarten regulieren ihre Bestände ohnehin auf ein verträgliches Maß ohne das Zutun von lodengrünen Ersatzwölfen. Das gilt selbst für Rehe und Wildschweine, die sich hauptsächlich deshalb in den letzten Jahrzehnten stark vermehrt haben, weil Jäger zum Beispiel mit ganzjährigen Fütterungen in die Natur eingreifen" erläutert Kauertz. Auch würden die Schäden in der Forstwirtschaft vollkommen überbewertet. Die Forst- und Holzbranche macht in Deutschland einen Umsatz von 160 Mrd. Euro pro Jahr. Daran gemessen könne man die Wildschäden maximal in Promille ausdrücken.

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