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Neues Jagdrecht in NRW: Gegendemo zur Jägerveranstaltung in Düsseldorf am 22. September

12.09.201208:15 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Ein heißes Eisen ist derzeit die im Koalitionsvertrag von NRW geregelte Vereinbarung zur Reformierung des antiquierten Jagdgesetzes. Obwohl der zuständige Umweltminister Remmel (B90/Die Grünen) noch gar keine konkreten Pläne zur Novellierung vorgelegt hat, laufen Jäger seit geraumer Zeit Sturm gegen alles, was ihre vermeintlichen Rechte im Umgang mit wildlebenden Tieren nur ansatzweise einschränken könnte. Am 22. September findet vor dem Düsseldorfer Landtag ab 11h00 sowohl eine Großkundgebung von Jägern als auch eine Gegendemo von Tierfreunden statt.



Minimalforderungen derjenigen, die für ein zeitgemäßes Jagdrecht eintreten, sind das Verbot der Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Tieren (Enten, Füchse), das Verbot des Abschusses von Hunden und Katzen, die Einschränkung der Fallenjagd und die Reduzierung der Jagdzeiten auf den Herbst.

"Es ist keine Frage, 40 Jahre nach der Einführung des Tierschutzgesetzes und 10 Jahre nach der Änderung des Grundgesetzes hinsichtlich des Tierschutzes ist eine grundlegende Novellierung der Jagdgesetze mehr als reif" führt Lovis Kauertz von Wildtierschutz Deutschland aus. Es habe sich nicht nur die Einstellung der Gesellschaft im Umgang mit den Tieren geändert, auch lägen seit Jahrzehnten ungezählte Forschungsarbeiten vor, welche die Jagd als Bestandsregulativ widerlegten. Es gäbe vielmehr zahlreiche Belege, dass die Jagd sogar ursächlich für Bestandszunahmen sei.

Einen wertvollen Diskussionsbeitrag zur Jagdgesetznovellierung hat der BUND NRW mit seinem 13-Punkte-Programm für ein ökologisches Jagdgesetz geschaffen, in welchem er die Jagd hinsichtlich vermeintlicher Pro-Argumente (Bestandsregulierung, Seuchenbekämpfung, Vermeidung von (landwirtschaftlichen) Schäden, Naturschutz, Nutzung, u.a.) hinterfragt und letztlich zu dem Schluss kommt, dass die Jagd, wie sie heute praktiziert wird, weder dem Tier- noch dem Naturschutzgedanken gerecht wird. Auch der NABU, der Deutsche Tierschutzbund und zahlreiche weitere Tier-, Natur- und Umweltschutzorganisationen fordern ein Umdenken hinsichtlich der Jagdgesetzgebung.

Jagd heute habe kaum etwas mit "nachhaltiger Nutzung" zu tun (nur ein Bruchteil der getöteten Tiere werden z.B. als Nahrungsmittel verwertet), vielmehr sei die Jagd eine reine Freizeitbeschäftigung, welche oft zu nachhaltiger Störung in der Natur führt.

Weitere Informationen zur Teilnahme an der Gegendemo am 22. September in Düsseldorf können über www.wildtierschutz-deutschland.de oder bei den Organisatoren ("Die Eulen", "Die Tierbefreier, Ortsgruppe Düsseldorf" und der "Tierrechtsinitiative Köln") abgerufen werden.

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