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USA setzen auf europäische Shortsea-Konzepte

12.08.201111:58 UhrLogistik & Transport
Bild: USA setzen auf europäische Shortsea-Konzepte
SPC-Vorstandsmitglied Knut Sander
SPC-Vorstandsmitglied Knut Sander

(openPR) Die Vereinigten Staaten wollen Straßentransporte nach europäischem Vorbild aufs Wasser verlagern. Welche Voraussetzungen zur Etablierung von „Marine Highways“ entlang der US-Küsten geschaffen werden müssen, erörterten Verkehrsexperten auf Einladung der George Mason University vergangene Woche in Washington. Mit dabei: ein Expertenteam des Bonner SPC sowie SPC-Netzwerkpartner.

Welche technologischen und infrastrukturellen Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit die Verkehrsverlagerung gelingt? Welche Instrumente zur Förderung des „Marine Highway Systems“ können eingesetzt werden? Wie können US-Verlader und Transportdienstleister von den Vorteilen des Systems überzeugt werden?

Auf dem zweitätigen Workshop verdichteten US-Verkehrsexperten des George Mason Komitées Erfahrungen, die sie im Rahmen eines Deutschlandbesuchs beim ShortSeaShipping Inland Waterway Promotion Center (SPC), Bonn, im vergangenen Herbst machen konnten. Ziel der Amerikaner ist es, parallel zu den US-Küsten verlaufende Kurzstreckenseeverkehre zu etablieren, um Staus auf den Straßen zu verhindern, die Umwelt zu schonen und Transportkosten zu optimieren.

„Die USA besitzen ein gigantisches Potenzial an verlagerungsfähigen Güterverkehrsströmen“, kommentiert Workshop-Teilnehmer und SPC-Vorstandsmitglied Knut Sander, geschäftsführender Gesellschafter Robert Kukla, München. „Was Transportunternehmen dort jetzt brauchen, sind Entscheidungshilfen, die die ökonomischen und ökologischen Vorteile des Systems verdeutlichen.“

Anders als in Europa sind bei der Vorteilsargumentation jedoch einige Klippen zu umschiffen. „Der Dieselpreis für Trucks ist in den USA extrem niedrig. So fallen wirtschaftliche Vorteile für Shortsea-Verkehre in den USA deutlich weniger ins Gewicht als in Europa“, konstatiert SPC-Projektmanager Markus Heinen. Außerdem verfüge das Land über ein effektives Doppelstock-Zugsystem. Hinzu komme der Jones Act, eine Kabotageregelung, die den Schiffsverkehr zwischen amerikanischen Häfen grundsätzlich auf Schiffe beschränkt, die in den USA hergestellt wurden. Diese dürfen zudem ausschließlich unter US-Flagge und mit amerikanischer Besatzung fahren.

Dennoch sind die Amerikaner nach dem Besuch der SPC-Delegation fest entschlossen, das Erfolgsmodell der europäischen Shortsea-Verkehre auf ihr Land zu übertragen. So hat eine aktuelle Marktanalyse des „George Mason University Consortium“ ergeben, dass 90 Prozent der US-Wasserstraßenkapazitäten für Transporte derzeit nicht genutzt werden.

Reichlich Wissen und gute Argumente lieferten den US-Verkehrsexperten im Rahmen des Workshops auch Patrick Norroy und Janeta Toma von der Maritime Transport and Logistics Unit „DG Move“ der Europäischen Kommission , Dražen Zaglic, ehemals Chairman des ESN, Professor Dr. Burkhard Lemper, Direktor des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL), Professor Dr. Orestis Schinas von der Hamburg School of Business Administration und Professor Dr. Reinhart Kühne vom Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR).

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