(openPR) Darmstadt, 09.08.2011 – Einer der Hauptgründe der aktuellen Börsenkrise ist die horrende Staatsverschuldung. „Die Menschen dürfen sich keinen Illusionen hingeben. Die Verschuldungskrise trifft jeden. Auch die, die keine Aktien besitzen“, warnt Christoph Leichtweiß, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens YPOS Consulting. „Das Gros der Staaten hat in den vergangenen Jahren deutlich über ihre Verhältnisse gelebt. Jetzt erhalten sie dafür die Quittung. In den kommenden Jahren wird der Megatrend Entschuldung die Märkte dominieren“, sagt Leichtweiß.
Eine betroffene Gruppe wird hierzulande die der zukünftigen Rentner sein. „Die Rentenanwartschaft, also der Betrag der in den Rentenbescheiden steht, ist nichts anderes als eine Forderung gegen den deutschen Staat. Und der wird in den kommenden Jahren alle Hände voll damit zu tun haben, das Geld aufzutreiben, um die Haushaltslöcher zu stopfen, die im Rahmen der Bankenkrise und der Schuldenkrise der Euroländer entstanden sind“, so Leichtweiß. Für die zukünftigen Rentner bedeute das, dass sie sich auf magere Zeiten einrichten müssen.
Aber auch die Lebensversicherungen werden leiden. Sie sind gezwungen, einen hohen Anteil ihrer Gelder in Staats- und Unternehmensanleihen anzulegen. „Die Rendite der Staatspapiere wird von den Notenbanken zurzeit künstlich niedrig gehalten, da die Staaten sie sonst nicht mehr bedienen könnten. Das drückt natürlich auch die Renditen bei den Unternehmensanleihen“, erläutert Leichtweiß. Leidtragende sind die Anleger.
„Die aktuelle Entwicklung zeigt einmal mehr, wie entscheidend die Struktur des Vermögens ist“, erklärt der Finanzexperte und fordert: „Anleger sollten ihr Vermögen sehr kritisch darauf durchleuchten, wo sie Gläubiger sind. Dabei müssen auch die dicken Brocken, wie Rentenanwartschaft oder Lebensversicherungen, auf den Tisch.“ Im Ergebnis sollten nicht mehr als 50 Prozent in solchen Geldwerten stecken. „Ist es deutlich mehr als die Hälfte, entsteht ein Ungleichgewicht – und Ungleichgewichte sind nie gut“, sagt Leichtweiß.



