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Integrierte Versorgung reduziert Krankenhausaufenthalte von psychisch Erkrankten

04.08.201110:17 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Integrierte Versorgung reduziert Krankenhausaufenthalte von psychisch Erkrankten

(openPR) Hamburg. 3.8.2011. Immer mehr Menschen leiden an psychischen Störungen, die Krankenhausaufenthalte nötig machen. Dies ist das Ergebnis jüngst veröffentlichter Untersuchungen mehrerer gesetzlicher Krankenkassen und statistischer Landesämter. Dass diese Entwicklung auch durchbrochen werden kann, zeigen Integrierte Versorgungsmodelle wie das von der OptiMedis AG mitentwickelte Gesunde Kinzigtal in Baden-Württemberg. In der Region Kinzigtal werden die 31.000 Versicherten der AOK Baden-Württemberg und der Landwirtschaftlichen Krankenkasse (LKK) über die Sektorengrenzen hinweg rundum versorgt. Für psychisch erkrankte Versicherte werden dort mittlerweile mehrere Programme zur Frühintervention und besseren Versorgung realisiert.



Integrierte Gesundheitsversorgung ist effizient

Die Effizienz der Integrierten Versorgung in dieser Region wird bei dem Vergleich wichtiger Kennzahlen von Gesundes Kinzigtal und dem jüngst veröffentlichten Report Krankenhaus 2011 der Barmer GEK deutlich. Während in 2010 die Zahl der Krankenhaus-Fälle aufgrund psychischer und Verhaltensstörungen unter Barmer GEK-Versicherten 15,3 (Männer) bzw. 13,1 (Frauen) je tausend Versicherte betrug, waren es im Gesunden Kinzigtal deutlich weniger: 12,6 (Männer) bzw. 10,4 (Frauen) je tausend Versicherte. Die Entwicklung der Krankenhaus-Einweisungen aufgrund psychischer Störungen spricht ebenfalls für das Integrierte Versorgungsmodell im Kinzigtal. Während von 2005 bis 2010 die Zahl der Krankenhausaufenthalte bei den Barmer GEK-Versicherten um über +22,0 % stieg, sank sie im Gesunden Kinzigtal um -1,9 %. Um Unterschiede zwischen den untersuchten Populationen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt auszugleichen, hat OptiMedis – ebenso wie die Barmer GEK – die Ergebnisse aus dem Integrierten Versorgungsprojekt alters- und geschlechtsstandardisiert, sodass diese Einflussfaktoren die Resultate nicht beeinflussen. „Wir sind uns möglicher regionaler Effekte auf die Ergebnisse bewusst. Unsere Daten lassen trotzdem eine positive Entwicklung erkennen, die wir auf die Integrierte Vollversorgung und speziell auf die Programme für psychisch Kranke im Kinzigtal zurückführen“, betont Helmut Hildebrandt, Vorstand der OptiMedis AG und Geschäftsführer der Gesundes Kinzigtal GmbH.

Krisenintervention mindert Kosten für stationäre Versorgung

Versicherte der AOK Baden-Württemberg und LKK, welche an einer psychischen Erkrankung leiden, können sich im Gesunden Kinzigtal in mehrere Versorgungsprogramme einschreiben, die der Krisenintervention, Prävention sowie besseren Erkennung und Behandlung psychischer Erkrankungen dienen. Mit dem 2007 aufgelegten Programm „Psycho Akut“ verfolgt die Gesundes Kinzigtal GmbH das Ziel, die Wartezeitproblematik bei Versicherten in akuten psychischen Krisen zu verkürzen. Diese können ausgelöst werden durch berufliche oder familiäre Überlastung, Depressionen oder posttraumatische Störungen. Versicherte mit diesen Symptomen müssen bei einer Neuaufnahme nicht selten mit Wartezeiten von drei bis zwölf Monaten rechnen. Das Versorgungsprogramm „Psycho Akut“ stellt dagegen sicher, dass Versicherte mit der Diagnose einer akuten psychischen Erkrankung innerhalb einer Woche bei einem der sechs am Programm teilnehmenden Psychotherapeuten den ersten Termin erhalten. Nach maximal sieben Therapiestunden endet die kurzfristige Akutversorgung. Durch die rasche Krisenintervention können eine Verschlechterung des Zustandes und eine damit einhergehende Chronifizierung vermieden werden. Dadurch sanken die Ausgaben für stationäre Aufenthalte im Gesunden Kinzigtal zwischen 2005 und 2009 um insgesamt 12,9 Prozent je Versicherter mit psychischer Erkrankung. Zudem steigt die Zufriedenheit der Versicherten mit der eigenen Lebenssituation spürbar: Fühlten sich 69 Prozent der Teilnehmer des Programms „Psycho Akut“ vor der Krisenintervention ausgebrannt und erschöpft, waren es danach nur noch 27 Prozent. „Die Integrierte Versorgung der Bevölkerung in einer Region in Verbindung mit Versorgungsprogrammen optimiert den Gesundheitsnutzen für die Versicherten und mindert die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen“, unterstreicht Helmut Hildebrandt. Weitere Informationen zu den Programmen und zu den quantitativen und qualitativen Effekten der Gesundheitsversorgung im Gesunden Kinzigtal finden sich im aktuellen Jahresbericht 2010 unter www.optimedis.de/aktuelles/downloads.

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