(openPR) Am 22.07.2011 sprach Mathias Tretschog mit Günter Zisick über seinen Geschäftsbereich Projektvermittlung
Tretschog: Guten Tag Herr Zisick, ich möchte heute Näheres über Ihr 1999 gegründetes Unternehmen erfahren.
Zisick: Gern.
Tretschog: Wie sehen Sie aus Ihren ganz persönlichen Erfahrungen heraus, gegenwärtig den deutschen Arbeitsmarkt?
Zisick: Insgesamt haben die Unternehmen recht viele Aufträge abzuarbeiten, dennoch melden uns einige Unternehmen immer wieder freie Kapazitäten.
Tretschog: Ihr Unternehmen ist jetzt ca. 12 Jahre am Markt, wie hat alles angefangen?
Zisick: Begonnen hat alles mit Zeitarbeit. Später kam der Bereich Arbeitsvermittlung hinzu. 2009 folgte dann noch der Bereich Projektvermittlung.
Tretschog: Was beinhaltet der Geschäftsbereich Projektvermittlung ganz genau?
Zisick: Eigentlich handelt es sich hier um die Vermittlung von Geschäftskontakten. Letztendlich steckt aber immer ein Projekt oder ein Auftrag dahinter. Wir akquirieren also den Auftraggeber und den Auftragnehmer und führen beide zusammen. Eine sinnvolle Ergänzung der vorhandenen Kontakte für beide Seiten.
Tretschog: Wer sind Ihre Ansprechpartner und welche Branchen sind für Sie relevant?
Zisick: Derzeit vermitteln wir vorrangig Kontakte in das Bau- und Baunebengewerbe, aber auch zu Zeitarbeitsunternehmen. Zu den Ansprechpartnern zählen verschiedene Personen. Es beginnt beim Geschäftsführer, aber auch Montageleiter, Einkäufer und Abteilungsleiter gehören dazu. Wir knüpfen allerdings keine Kontakte per Telefon. Das wird in unserem Unternehmen nicht praktiziert.
Tretschog: Wie läuft das praktisch ab?
Zisick: Zum Beispiel benötigt aktuell ein Hochbauunternehmen ein Trockenbauunternehmen und ein Metallbauunternehmen sucht ein Zeitarbeitsunternehmen und schon kommen wir als Mittler ins Spiel. Häufig werden wir über unsere Internetseite kontaktiert, aber auch per eMail oder Telefon gehen bei uns die Anfragen der Auftraggeber und Auftragnehmer ein.
Tretschog: Warum kümmern sich die Unternehmen nicht selbst um diese Kontakte?
Zisick: Machen Sie auch, aber wenn die eigens vorhandenen Kontakte erschöpft sind, dürfen wir mit unserem Pool von Nachunternehmern aushelfen.
Tretschog: Und was kostet diese Dienstleistung dem Auftraggeber?
Zisick: Die Dienstleistung ist für den Auftraggeber grundsätzlich kostenfrei, da wir im Vorfeld mit dem Auftragnehmer eine Vereinbarung getroffen haben.
Tretschog: Vermitteln Sie auch im Ausland?
Zisick: Ja, derzeit europaweit. Hierbei können wir auf einige internationale Partner zurückgreifen, aber auch deutschen Unternehmen, die im Ausland tätig sind, vermitteln wir Auftragnehmer.
Tretschog: Gibt es dabei sprachliche Hürden?
Zisick: Eigentlich nicht, die meisten Unternehmen haben immer Personal vor Ort, das die geforderte Sprache beherrscht oder einen Dolmetscher per Telefon parat, um komplizierte Dinge zu klären.
Tretschog: Welche Anforderungen stellen Sie an die Auftragnehmer?
Zisick: Zunächst müssen alle rechtlichen Bestimmungen abgesprochen und eingehalten werden. Dann muss die Qualifikation stimmen. Vorrangig möchten wir Fachunternehmen vermitteln und dann müssen wir uns ziemlich sicher sein, dass es sich um einen seriösen Unternehmer oder Unternehmerin handelt. Vorrangig vermitteln mittelständische Unternehmen.
Tretschog: Warum diese Einschränkung?
Zisick: Wir sind an Unternehmen interessiert, die personell immer einen gewissen Spielraum haben. Kleinere Unternehmen haben diese Reserven häufig nicht. Es macht keinen Sinn, für diese Unternehmen dauerhaft Aufträge zu suchen, da sie diese häufig nicht annehmen können.
Tretschog: Vermitteln Sie diese Unternehmen überhaupt nicht?
Zisick: Das machen wir schon. Wir speichern diese Unternehmen in unserer Datenbank und rufen ihre Kapazitäten ab, wenn ein passender Auftrag eingeht. Wie gesagt, häufig besteht aber dann kein Handlungsspielraum seitens der kleineren Unternehmen.
Tretschog: Diese Unternehmen könnten dann aber Freelancer oder Subunternehmen einbeziehen!
Zisick: Das wäre möglich, aber diese Auftragskette lehnen viele Auftraggeber ab und einige der Auftragnehmer tun sich mit der Vereinbarung des Kunden- und Datenschutzes recht schwer.
Tretschog: Herr Zisick, welche Ziele haben Sie sich für die nächsten Monate gesteckt?
Zisick: Zunächst ist es uns sehr wichtig, weitere solide Auftragnehmer zu finden und unsere Präsenz weiter auszubauen. Wir haben dazu einen konkreten Fahrplan und müssen diesen akribisch abarbeiten und mit Ideen füllen.
Tretschog: Was würde Ihnen Ihre Arbeit erleichtern oder anders gefragt, was würden Sie sich von zukünftigen Auftraggebern erhoffen?
Zisick: Wir sind mit unseren Auftraggebern recht zufrieden. Aber die Suche nach leistungsstarken Auftragnehmern erfordert schon extrem viel Aufwand. Unsere Arbeit würde erleichtert werden, wenn sich einige Auftragnehmer mit der administrativen Tätigkeit nicht so schwer tun würden. Übrigens ist der ehrliche Umgang miteinander auch so ein Punkt, auf den wir ganz besonders achten.
Tretschog: Herr Zisick, dann wünsche ich Ihnen weiterhin ein gutes Gelingen, viel Erfolg und viele zufriedene Auftraggeber!
Zisick: Ich danke Ihnen für das Interview.













