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Diskriminierung: Legasthenie und Dyskalkulie als Beleidigung

28.07.201113:22 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Diskriminierung: Legasthenie und Dyskalkulie als Beleidigung
BVL (Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V.)
BVL (Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V.)

(openPR) Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) bedauert, dass zur Verunglimpfung von Politik und Politikern die Presse Legasthenie und Dyskalkulie als Synonyme für Inkompetenz benutzt.




„Eigentlich sollte man Beiträge, in denen Legasthenie und Dyskalkulie als Beleidigung genutzt werden, unbeachtet beiseite legen. Es ist aber sehr bedauerlich festzustellen, dass die Presse der Politik bzw. den Politikern immer eine Legasthenie oder Dyskalkulie bescheinigt, wenn es um Themen geht, bei denen Fachkompetenzen angezweifelt werden“, kritisiert Christine Sczygiel, Bundesvorsitzende des BVL.

„Wir erhalten nach aktuellen Pressebeiträgen, die zur allgemeinen Belustigung - wie jetzt zur Plakataktion der CDU mit „C wie Zukunft“ - eine Vielzahl von Anrufen von Betroffenen, die diese Diskriminierung bzw. Verspottung einfach nicht mehr ertragen können und den BVL bitten, etwas dagegen zu unternehmen“, sagt Sczygiel.

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) engagiert sich seit 1974 dafür, dass Menschen mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie mehr Akzeptanz und Toleranz in unserer Gesellschaft erfahren. In Deutschland sind ca. 8 Millionen Menschen von Legasthenie oder Dyskalkulie betroffen. Beide Teilleistungsstörungen haben keinen Einfluss auf die allgemeine Begabung der Betroffenen, auch hochbegabte Menschen können betroffen sein. Werden die Belange der Betroffenen in Schule, Ausbildung und Beruf beachtet, gibt es keinerlei Beeinträchtigung in der Fachkompetenz. Bis heute ist es allerdings immer noch eine große Herausforderung für diese Menschen, einen begabungsgerechten Bildungsabschluss zu erreichen, da auch in den Schulen häufig noch die Meinung vorherrscht, wer nicht richtig lesen, schreiben oder rechnen kann, der kann auch kein Abiturzeugnis erhalten. Der psychische Druck, der auf den Betroffenen lastet, weil ihr Handicap in den Vordergrund gestellt wird, zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben. Dass eine fachkompetente Förderung fehlt, hat zur Folge, dass es oftmals große Misserfolge gibt.

„Im Grundgesetz steht, dass Menschen nicht diskriminiert werden dürfen. Nun muss es uns nur noch gelingen, es in den Köpfen der Menschen zu verankern. Leider erfahren wir täglich in unserer Beratungsarbeit, wie weit wir davon noch entfernt sind. Anstatt dafür zu sorgen, dass aus jungen Menschen starke Persönlichkeiten werden, die qualifizierte Berufe erlernen können, machen wir sie psychisch kaputt, weil wir uns über ihr Handicap auch noch lustig machen und daran hat die Presse leider einen großen Anteil“, bedauert Sczygiel.

Weitere Informationen zum Thema und zum Bundesverband Legasthenie und
Dyskalkulie e.V. sind im Internet unter http://www.bvl-legasthenie.de abrufbar.

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