(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Die Dynamik an der Rohstoffbörsen ist derzeit recht überschaubar. Im Tagesverlauf änderte sich das Preisgefüge kaum. Am Nachmittag kostete das Barrel US-Leichtöl (WTI) 99 Dollar; Nordsseöl (Brent) ging um etwa einen Dollar auf 117 Dollar zurück. Auf dem Devisenmarkt legte der Euro im Vergleich mit dem Dollar leicht zu. Nach der vorläufigen Lösung der Griechenland-Frage wendet sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer stärker der US-Schuldenkrise zu, aufgrund derer sich Republikaner und Demokraten nach wie vor streiten. Anlegern ist das langsam zu heikel und nicht wenige flüchten in Gold. Ziehen sich die zähen Verhandlungen hin, dürfte das die Preise belasten.
Anderseits sieht Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg mögliche Verfügbarkeitsengpässe auf den Ölmarkt zukommen, sofern sanktionsbedingte Handelsprobleme zwischen China und dem Iran nicht beseitigt werden. "Sollten sich die Zahlungsschwierigkeiten nicht bald lösen und der Iran womöglich auch die Lieferungen nach China anhalten, würden China und Indien insgesamt rund 1 Mio. Barrel Rohöl täglich fehlen", so Weinberg. Dies sei ein Ausfall, auf den der Markt derzeit nicht vorbereitet ist. "Solche Nachrichten würden den Anlegern weiteren Anlass geben, ihre Ölkäufe zu verstärken", so Weinberg weiter.
Auch auf dem hiesigen Heizölmarkt herrschte heute Flaute. Sowohl bei der Nachfrage, als auch bei den Preisen. Der Erhebung von BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau zufolge bewegten sich die Bezugskosten leicht abwärts; im Bundesdurchschnitt um 29 Cent auf 84,60 Euro pro 100-Liter-Partie (bei einer Gesamtlieferung von 3.000 Litern Heizöl EL). Gegen Ende des Monats Juli steht der Durchschnittspreis demnach bei 84,02 Euro. Das sind 2,21 Euro über dem Wert des Vormonats und 1.94Euro über dem bisherigen Jahresmittel.
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Frank Urbansky
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