(openPR) Unternehmen der Kunststoff verarbeitenden Industrie stehen einschneidenden Herausforderungen gegenüber: Konzentrationstendenzen auf den Beschaffungsmärkten und massive Steigerungen der Rohstoffkosten infolge der dynamischen Nachfrage aus den großen Wachstumszentren führen zu einer drastischen Belastung des Ergebnisses. Weiter verschärft hat sich die Lage durch eine starke Verknappung der Produktionskapazitäten und Naturkatastrophen, die gravierende Auswirkungen auf die Versorgungssituation haben können. So verteuerten sich beispielsweise die Preise für PA 6.6 natur in den letzten zwei Jahren von 2.900 EUR/t auf knapp 4.000 EUR/t.
Die weitgehend mittelständisch geprägte Unternehmenslandschaft von Kunststoff verarbeitenden Betrieben hat zumeist keine Möglichkeit die Produktpreise gegenüber den eigenen Kunden anzupassen oder durch interne Effizienzmaßnahmen aufzufangen. Zudem stoßen klassische Hebel und Instrumente im eigenen Einkauf an ihre Grenzen. In diesem Umfeld sind Unternehmen der Kunststoffverarbeitung gehalten, neue, unternehmensübergreifende Wege zu gehen, um den oligopolistischen Beschaffungsstrukturen wirksam zu begegnen. Hierbei stellt sich eine Einkaufskooperation als Lösungsoption dar.
Grundlegendes Ziel ist, Einkaufsvolumina zu konsolidieren und durch höhere Losgrößen Vorteile bei Preisen und Konditionen zu realisieren. Während bei großen Konzernen bereits seit langer Zeit Kooperationen im Einkauf eingesetzt werden, hat die mittelständische Industrie hier noch einen erheblichen Nachholbedarf. Dabei ist diese Kooperationsform gerade für den Mittelstand attraktiv, um durch unternehmensübergreifende Bündelung von Bedarfen die nachteilige Situation gegenüber großen Unternehmen auszugleichen und sich besser im Wettbewerb zu positionieren.
Der Einkaufsdienstleister ACELOT hat für ein Kundenunternehmen aus der Spritzgussindustrie ein umfassendes Konzept für eine innovative Kooperationsform für den Einkauf von Kunststoffgranulaten erarbeitet und umgesetzt. Das Modell gilt dabei als Pionier für eine neuartige Verbundform, das die Stärken einer unternehmensübergreifenden Bündelung optimal ausschöpft und gleichzeitig Risiken für die Partnerunternehmen minimiert. Bereits nach wenigen Wochen konnten mehrere Partnerunternehmen für dieses Pilotprogramm gewonnen und dadurch ein signifikantes kumuliertes Einkaufsvolumen generiert werden. Unter der Führung von ACELOT wurde eine innovative Einkaufsorganisation etabliert, die sich für Planung, Durchführung und Erfolgscontrolling der beteiligten Partner verantwortlich zeichnete. Bereits kurzfristig konnten die Einsparungsziele der beteiligten Parteien deutlich übertroffen werden. Für das laufende Jahr wurden die Planungsziele für die Einkaufskooperation weiter angehoben. Aufgrund der vielfach beachteten Erfolge haben sich bereits weitere Unternehmen aus der Kunststoff verarbeitenden Industrie für eine Aufnahme in die Einkaufskooperation beworben.
Das Kooperationsmodell wurde in der nächsten Ausbaustufe auf weitere Bereiche erfolgreich ausgeweitet: So konnten in einem weiteren Arbeitspaket zusätzliche Kostensenkungen bei der bei der Erschließung und -bearbeitung globaler Beschaffungsmärkte erzielt werden. Zudem ermöglicht die gemeinsame Abnahme der häufig geforderten hohen Mindestmengen bei internationalen Lieferanten eine Verbesserung der Kapitalbindung. Schließlich wurde in einem weiteren Modul an einer Reduktion der Prozesskosten und Verbesserung der Versorgungssicherheit erfolgreich gearbeitet.






