(openPR) AUE–Mobility fertigte weltweit erstmals zeitbezogene 3D Audio Messprotokolle von Elektrofahrzeugen .Diese ermöglichen einen Vergleich herannahender Fahrzeuge zu jeden Zeitpunkt und in jeder Frequenz .
Mit diesen Daten konnten offene Fragestellungen zu Sicherheitsaspekten der E – Mobilität geklärt werden.
Auch werden damit Hochrechnungen zu Potenzialen der Lärmminderung durch E- Mobilität erstmalig ermöglicht.
Berliner Projekt AUE–Mobility löst Rätsel zur Gefährdung durch leise Elektrofahrzeuge
In einer Onlineumfrage des Projektes AUE– Mobility mit ca. 400 teilnehmenden E- Mobil Fahrern, beschrieben 30 % eine erhöhte Gefahrenlage durch eine Minderung der Lärmemission Ihrer E– Fahrzeuges. Dies steht in Widerspruch zu zahlreichen Lärmvergleichsmessungen zwischen E– und Verbrennerfahrzeugen, welche von diversen Institutionen im Normverfahren durchgeführt wurden. Dort konnten kaum Unterschiede festgestellt werden, die Abrollgeräusche würden schon ab 15 – 20 km/h den fehlenden Motorklang eliminieren.
Dazu Projektleiter Angelo D’Angelico:
„Es zeigen sich mit unserem 3D Daten bei allen untersuchten Fahrzeugen deutliche Unterschiede der Lärmemission beim Herannahen im tieffrequenten Bereich. Dies stellen wir sogar bei unserer Versuchshöchstgeschwindigkeit vom 30 km/h fest. In Anfahr- und Beschleunigungssituationen ist der Unterschied sogar erheblich.“
Klang DNA von Verbrennungsmotoren wurde entschlüsselt.
Angelo D’Angelico:
„Wir verknüpfen bestimmte Klänge mit bestimmen Produkten oder Eigenschaften. Fehlt dieser Klang, oder ist er anders, müssen wir erst eine neue Verknüpfung dazu erlernen.“
Das Projekt AUE- Mobility untersuchte, ob sich Marken- und Fahrzeugtypen unabhängige Klangmuster identifizieren lassen, welche dem Verkehrsteilnehmer „ Auto kommt „ oder „ Auto stoppt „ kommuniziert. Die Auswertung der 3D Messprotokolle zeigt, dass Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor stets eine eindeutige Modulation im Frequenzbereich zwischen 40 – 125 Hz mit nahezu identischen Audio Hüllkurven vorweisen. Je nachdem wie diese Frequenz innerhalb dieses Spektrums moduliert, wird den Verkehrsteilnehmern Fahrverhalten des Fahrzeuges kommuniziert. Fehlt diese Modulation, assoziiert der Verkehrsteilnehmer die Klangquelle nicht mit „ Auto“ und schaltet somit nicht auf erhöhte Aufmerksamkeit. Einfach ausgedrückt ist das nichts anderes, als wenn ein Kleinkind beim Spielen das Fahrverhalten akustisch durch Sprachmodulation simuliert.
Fazit
In den von uns untersuchten Fahrzeugklassen können wir eindeutig Lautstärkeunterschiede zwischen typengleichen E – und Verbrenner Fahrzeugen beim Herannahen der Fahrzeuge feststellen. Zudem fehlen beim E- Fahrzeug gewohnte Klangmuster. Die Verkehrsteilnehmer schalten ohne diese akustische Information nicht auf erhöhte Aufmerksamkeit. Es kann im Augenblick jedoch noch nicht bewertet werden, ob diese Minderung einhergeht mit einem erhöhten Gefährdungspotenzial. Hinsichtlich des enormen Potenzials städtischer Lärmreduzierung durch E – Mobilität sollte eine genaue Analyse vor verpflichteten Maßnahmen zu Zusatzklängen abgewartet werden. Dem Einsatz von Geräuschgeneratoren steht das Projekt kritisch gegenüber.
Die 3D Datenbank des Projektes wird einen wichtigen Beitrag zur weiteren Bewertung, und für Hochrechnungen von Lärmminderungseffekten leisten können. Diese steht externen Interessenten als kommerzielle Datenbank zur Verfügung.
Vollständige Meldung ist abrufbar unter
http://dl.dropbox.com/u/4400823/PM%20AUE%2002%20Gesammtfassung.pdf












