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„Finish IT“ – neuer Baustein gegen IT-Fachkräftemangel

21.07.201117:09 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: „Finish IT“ – neuer Baustein gegen IT-Fachkräftemangel

(openPR) Karlsruhe, 21. Juli 2011: „Den Abschluss ermöglichen“ – unter diesem Grundsatz präsentierten die Erste Bürgermeisterin Margret Mergen, IHK- Präsident Bernd Bechtold und Matthias Hornberger, Vorstandsvorsitzender des CyberForum e.V., das neue Projekt „Finish IT“ vor Vertretern der Presse. Das Projekt soll als regionaler Baustein gegen IT-Fachkräftemangel qualifizierten Studienabbrechern* und Migranten* einen anerkannten Abschluss ermöglichen, beispielsweise als Fachinformatiker* für Anwendungsentwicklung. Hintergrund für die Initiierung dieses Projekts gerade in Karlsruhe sind zwei gegenläufige Entwicklungen: Während die Zahl der Studienabbrecher trotz der Bologna-Reform kaum gesunken ist, gaben 2010 bei einer Umfrage der Stadt Karlsruhe 56,2% der Unternehmen an, Probleme bei der Besetzung freier Stellen zu haben.



Die Nachfrage nach IT-Fachkräften wird in der Region Karlsruhe eher noch steigen – das ergab die „Unternehmens- und Betriebsumfrage 2010“ des Amtes für Stadtentwicklung. Insgesamt gehen demnach stattliche 96,3% der IT-Betriebe davon aus, auch in fünf Jahren besonders Informatiker/innen, IuK-Fachkräfte und Systementwickler/innen zu benötigen. Es ist daher durchaus kein Zufall, dass das bundesweit einmalige Projekt „Finish IT“ gerade in Karlsruhe gestartet wurde. Grundsätzlich ist „Finish IT“ ein Förderprojekt innerhalb des Programms „Perspektive Berufsabschluss“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Exklusiv in der Region Karlsruhe wird „Finish IT“ ergänzend zur klassischen Ausbildung und Studium einen dritten Weg der IT-Fachkräftequalifikation etablieren: Wer bereits über eine Teilqualifikation in der IT verfügt, beispielsweise als Studienabbrecher/in, soll über „Finish IT“ möglichst schnell das nötige Fachwissen und die Berufspraxis für einen Abschluss erwerben können. Denn die Zulassung zur „Externenprüfung“ der IHK ist zwar grundsätzlich möglich, verlangt aber normalerweise den Nachweis des 1,5-fachen der regulären Ausbildungszeit an beruflicher Praxis. Lässt sich das nicht realisieren, droht die IT-Branche potentielle Fachkräfte zu verlieren.

„Wir reden hier nicht von Einzelfällen“, betont Matthias Hornberger vom CyberForum e.V., der zentralen Koordinationsstelle von „Finish IT“, „die Quote der Studienabbrecher/innen beträgt in der Informatik bis zu ein Drittel. Mit „Finish IT“ schaffen wir dauerhaft Strukturen, um dieser großen Gruppe einen Weg zum anerkannten Abschluss jenseits von Universität oder Hochschule zu eröffnen, und das zu wirklich attraktiven Konditionen, beispielsweise einem festen Gehalt während der Qualifikationszeit.“ Man hoffe, damit möglichst viele IT-Begeisterte für das Fach und die Region zu erhalten. „Gerade unsere neueste Umfrage belegt, was für hervorragende Perspektiven ein IT-Abschluss in und um Karlsruhe herum bietet“, sagte Margret Mergen und hob die Bedeutung des Projekts für den Standort hervor: „Wir sind die Heimat von rund 3600 IT-Betrieben, viele davon sind am Expandieren. Damit wird es zu einer entscheidenden Frage, möglichst viele Fachkräfte auszubilden, anzuziehen und zu halten.“
Das bestätigte auch IHK-Präsident Bernd Bechtold: „Alleine zu Beginn des aktuellen Ausbildungsjahrs blieben 50 IT-Ausbildungsplätze unbesetzt, mit steigender Tendenz.“ Insgesamt sei der Fachkräftemangel das Wachstumshemmnis Nummer eins für die regionale Wirtschaft. Im bundesweiten Pilotprojekt Finish IT sieht er daher ein wichtiges Instrument im Kampf um die besten Köpfe.

Ein erstes Nachqualifizierungsmodul startet im November 2011, die „Externenprüfung“ steht dann für ab Dezember 2012 auf dem Plan. Die Teilnehmer/innen des ersten Kurses erhalten zunächst ein mehrwöchiges Grundlagenmodul und danach im 14-Tages-Rhythmus ein 3-tägiges Lernmodul, von dem zwei Tage auf die betriebliche Arbeitszeit fallen und ein Tag auf das Wochenende. Für die Qualifikation entstehen den Teilnehmer/innen keine Kosten, sie beziehen im Gegenteil ein festes Gehalt. Das CyberForum e.V. sucht noch Bewerber/innen, die bereits über IT-Kenntnisse verfügen und einen Abschluss als Fachinformatiker/in der Anwendungsentwicklung oder Systemintegration anstreben. Auch interessierte Betriebe sind aufgefordert, sich zu melden. Zielgruppe, so Projektleiter Günter Breuninger, seien Studienabbrecher/innen aus einem IT-Fach, Migrant/innen mit einem im Ausland erworbenen, aber in Deutschland nicht anerkannten Abschluss und bereits in Unternehmen Beschäftigte, die ihren IT-Abschluss nachholen möchten. Bei dem ersten Kurs wird es natürlich nicht bleiben: „Wir wollen eine Landschaft unterschiedlicher Angebote etablieren“, so Breuninger, „damit wir trotz der ganz unterschiedlichen Voraussetzungen möglichst vielen Interessent/innen den Abschluss ermöglichen.“

Förderhinweis: „Perspektive Berufsabschluss“ ist ein Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das durch strukturelle Veränderungen den Anteil von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ohne beruflichen Abschluss dauerhaft senken will. 98 Projekte sollen dafür Netzwerke in zwei unterschiedlichen Förderschwerpunkten nachhaltig etablieren.

„Regionales Übergangsmanagement“ stimmt an 56 Standorten die verschiedenen bereits vorhandenen Förderangebote und Unterstützungsleistungen aufeinander ab, um Jugendlichen den Anschluss von der Schule in eine Berufsausbildung zu erleichtern. „Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung“ schafft durch 42 Projekte geeignete Rahmenbedingungen, um an- und ungelernten jungen Erwachsenen mit und ohne Beschäftigung einen nachträglichen Berufsabschluss zu ermöglichen.

„Perspektive Berufsabschluss“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung aus Bundesmitteln und von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds in den Jahren 2008 bis 2013 mit insgesamt rund 67 Mio. Euro finanziert.

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