(openPR) 15 September
Zum schwedischen Referendum zur Einfuehrung der europaeischen Gemeinschaftswaehrung erklaert der europapolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Guenter Gloser:
Die klare Entscheidung der schwedischen Bevoelkerung gegen die Euro-Einfuehrung ist zu respektieren, sie ist aber enttaeuschend. Gegen den Euro sprachen sich 56,2 Prozent der Waehler aus und nur 41,8 Prozent dafuer.
Die Ablehnung zeigt vor allem eine tiefe Skepsis gegenueber den unmittelbaren Vorteilen, die die Gemeinschaftswaehrung, insbesondere im Rahmen einer schwachen europaeischen Konjunktur, fuer die schwedische Wirtschaft mit sich bringen wuerde. Nach einer Durststrecke in den 90er Jahren kann Schweden zur Zeit mit sehr guten Wirtschaftsdaten aufwarten. Der schwedische Sozialstaat kann nach Ansicht der Mehrheit der Bevoelkerung besser mit der Eigenstaendigkeit des Staates bewahrt werden.
Den Euro-Befuerwortern gelang es in dieser Situation nicht, die Notwendigkeit des Euro-Beitritts im Bewusstsein unsicherer Waehler zu verankern. Insofern sind die Gruende fuer die Euro-Ablehnung stark innenpolitisch begruendet. Der Mehrheit der Bevoelkerung geht es vor allem um die Aufrechterhaltung des schwedischen Modells. Die Entscheidung gegen den Euro kann daher nicht als ein Misstrauensvotum gegenueber dem grossen integrationspolitischen Projekt der Europaeischen Union gewertet werden.










