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Bildungswege verlaufen kaum geradlinig

Bild: Bildungswege verlaufen kaum geradlinig

(openPR) PETEK Business Breakfast in Bochum, 1.07.2011


Bochum, 5.07.2011 – In einer kreativen Arbeitsatmosphäre trafen sich vergangenen Freitag die Unternehmerinnen des PETEK Netzwerks Migrantinnen e.V. zum Frühstück. Im denkmalgeschützten Technologie und Gründerzentrum Wattenscheid hielten Werner Fuhrmann von der Wirtschaftsförderung Bochum und Unternehmerin Gülsüm Bulut zwei interessante Impulsvorträge zu den Themen Gründung und Werbung.



Wenn eine Autorin eines Ratgebers, eine Wirtschaftsinformatikerin, eine Heilpraktikerin, Arbeitspsychologin, Leiterin eines Redaktionsbüros, Weddingplanerin und eine Architektin zusammentreffen, gibt es viel zu erzählen, vor allem über die Selbständigkeit und dem Markt Ruhrgebiet.

Davon erzählte auch Werner Fuhrmann, Sachgebietsleiter “Gründung & Wachstum“ der Wirtschaftsförderung Bochum. Die Wirtschaftsförderung Bochum führe sechshundert Gespräche im Jahr, davon entstünden etwa hundertfünfzig Gründungen. Die Angebotspalette der Wirtschaftsförderung Bochum reicht von Gründerzentren, Gründernetzwerken, zu der auch das Netzwerk PETEK gehört, bis hin zur Beratung und individuellen Betreuung in der Gründungsphase.

Bochum war lange mit den Negativ-Schlagzeilen um Opel und Nokia in der öffentlichen Wahrnehmung nicht unbedingt für ihren wirtschaftlichen Boom bekannt. Umso erstaunlicher sind die Zahlen, die Werner Fuhrmann präsentiert. Mit dem Gründungswettbewerb „Senkrechtstarter“ motivierte die Wirtschaftsförderung Bochum insgesamt 172 Unternehmen zur Neugründung. 756 Arbeitsplätzen wurden mit Hilfe des Wettbewerbs gegründet. „Wir fördern so den Unternehmernachwuchs und führen eine erhöhte und nachhaltige Gründungsdynamik am Standort Bochum herbei. Neue Unternehmen schaffen Arbeitsplätze und stabilisieren mittelfristig die Finanzkraft der Kommune“, so Werner Fuhrmann. Im Herbst 2011 beginnt der fünfte Senkrechtstarter.

Auf dem Weg in die Selbständigkein folgt nach der Gründungsphase bekanntlich die Werbung. Mit ihrem interessanten Vortrag „Ihr Auftrag ist meine Mission“ überzeugte Gülsüm Bulut das branchenübergreifende Publikum schlagkräftigen Argumenten. Gülsüm Bulut ist freiberufliche Grafikdesignerin und bietet medienübergreifende Beratung in klassischen Medien, berät ein Unternehmen auch bei ihrer inhaltlichen Gestaltung sowie der Bildung eines Cooperate Identity eines Unternehmens. Um auf den Markt zu bestehen sei es vor allem wichtig die Konkurrenz im Auge zu behalten. „Bestes Beispiel. Denken wir da an Nokia.“, erklärt Bulut, „Das finnische Mobilfunk-Unternehmen war führend auf dem Weltmarkt. Sie hat jedoch den Impuls der Zeit nicht erkannt und den rechtzeitigen Sprung zu Smartphones verpasst.“

Den Sprung der Zeit zu verpassen – davon kann bei Architektin und Teilnehmerin Lubov Schopow nicht die Rede sein. Als vor zehn Jahren der große Bau-Boom in Osteuropa begann, hat die Bulgarin in Osteuropa für bekannte deutsche Baumarkt- und große Supermarktketten gebaut. Ihr Schwerpunkt waren großflächige Verbrauchermärkte. Heute – nach der Finanzkrise – wo die Immobilienzinsen gesunken sind, baut die 46-Jährige vor allem Einfamilienhäuser.

Schopow hat in Bulgarien studiert und ist seit 2001 Mitglied in der Architekturkammer NRW. Doch der Weg dorthin sei kein einfacher Weg gewesen. Sie habe für den Austausch gezielt nach einem Netzwerk für MigrantInnen gesucht, wurde im Internet fündig und macht einen thematischen Bogen zum letzten Impulsvortrag: „Das zeigt, dass Werbung sehr wichtig ist. Ich bin froh, PETEK gefunden zu haben. Die Frauen in dem Netzwerk wissen es zu schätzen, was es bedeutet in einem neuen Land ganz neu anzufangen, deshalb ist ein anderer Respekt vor der Leistung des Gegenübers.“ Schopow ist das erste Mal dabei und bereits Mitglied bei PETEK. Positiv überrascht sei sie vor allem, dass man sehr freundlich aufgenommen wird. Während sie das ausspricht streifen die architektonisch geschulten Augen die ehemalige Lohnhalle der Zeche Holland. Lächelnd ergänzt sie: „Auch die Räumlichkeiten gefallen mir. Das ist nicht unwichtig.“

Auch das erste Mal dabei ist Özlem Aktan. Sie hat sich vor sieben Jahren direkt nach ihrer Ausbildung selbständig gemacht und währenddessen in der Abendschule ihr Diplom zur Wirtschaftsinformatikerin nachgeholt. Die Wege von Bildungswegen und Karrieren verlaufen gerade bei Migrantinnen nie geradlinig. So kam Aktan mit sieben Jahren nach Deutschland und später auf die Hauptschule. „Ich wurde in eine Hauptschule gesteckt und machte eine Ausbildung als IT-System-Kauffrau.“ Gerade als Frau sei es in der IT-Branche sehr schwer gewesen, doch Özlem Aktan hat es geschafft. Heute betreut, pflegt und optimiert das Ein-Frau-Unternehmen für ihre Kunden Websites und Online-Shops. PETEK habe die 31-Jährige bei anderen Veranstaltungen kennengelernt. Ein gutes Netzwerk sei wichtig für die Professionalität, erklärt Özlem Aktan, während sie die Veranstaltung kommentiert: „Sehr ansprechende Atmosphäre. Man kann sich unterhalten und austauschen. Eine sehr angenehme Gruppe.“


Aufgrund des großen Erfolgs sind weitere monatliche Termine in NRW geplant. Am 27. Juli 2011 findet das nächste Treffen in Bochum statt.

Mehr Informationen über PETEK unter www.petekweb.de

Gefördert werden die PETEK-Veranstaltungen vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen.

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