(openPR) Die Jungen Europäischen Föderalisten demonstrierten am gestrigen Nachmittag an der deutsch-dänischen Grenze gegen die Wiedereinführung von Grenzkontrollen.
BERLIN. Am Freitag, 17. Juni, demonstrierten die Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) gegen die Wiedereinführung von Grenzkontrollen in Dänemark. An der Protestaktion bei Krusau an der deutsch-dänischen Grenze nahmen etwa 200 Jugendliche teil. Dabei sprachen sie sich klar für ein freiheitliches und offenes Europa ohne Grenzen aus. Erst im Mai hatte die dänische Regierung erklärt, an ihren Grenzen wieder Kontrollen einführen zu wollen.
An den symbolträchtigen Grenzorten Krusau (Dänemark/Deutschland), Schengen (Luxemburg/Deutschland) und Kehl (Frankreich/Deutschland) protestierten die Jungen Europäischen Föderalisten gemeinsam mit den Jugendorganisationen der Parteien gegen die Wiedereinführung von Grenzkontrollen und gegen die von Frankreich und Italien geforderten Reformen der Schengener Abkommen.
Bei der zentralen Aktion in Krusau, zu der rund 200 Teilnehmer angereist waren, sprachen sich Vertreter der JEF und der Parteien nachdrücklich gegen die Vorhaben Dänemarks, Frankreichs und Italiens aus. „Die Diskussionen um die Wiedereinführung von Grenzkontrollen in Europa gefährdet eine der wesentlichen Errungenschaften der europäischen Einigung: den Wegfall der Grenzen zwischen den europäischen Staaten!“, so Lars Becker, der Bundesvorsitzende der JEF Deutschland. Um ihre entschiedene Forderung nach einem Europa ohne Grenzen Ausdruck zu verleihen, wurde ein Grenzpfahl symbolisch zersägt, sowie mit Plakaten und Schildern lautstark demonstriert. Auch wenn die Entscheidungen der dänischen Politik der Anlass zum Protest waren, wenden sich die JEF nicht nur gegen die Pläne der dänischen Regierung, sondern gegen jeden Angriff auf die Schengener Abkommen, so zum Beispiel die Vorschläge der französischen und italienischen Regierungen. Deshalb fordern sie eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, in der Europa mit einer Stimme spricht und auf Krisen, wie derzeit in Nordafrika, angemessen reagieren kann. Weiterhin setzen sie sich für eine gemeinsame europäische Asylpolitik ein, die den Streit über Touristenvisa für Flüchtlingen zwischen Frankreich und Italien hätte verhindern können.
Die JEF fordern von den europäischen Politikern ein eindeutiges Bekenntnis zu Europa und der europäischen Einigung. Denn die JEF will sich die lang erkämpfte Reisefreiheit in Europa nicht mehr nehmen lassen und wendet sich entschieden gegen einen Rückschritt. Ihre Zukunft in Europa soll eine „Zukunft ohne Grenzen“ sein, so das Motto der Protestaktion.







