(openPR) Freie Trauungen erfreuen sich bereits seit vielen Jahren immer größerer Beliebtheit. „Frei“ sind sie von einer Amtskirche und deren Vorschriften. Meist werden diese Trauungen von Freien Theologen durchgeführt.
Oliver Walter ist dagegen Philosoph. Er führt im Jahr zwischen 30 und 40 Trauungen durch. „Meine Brautpaare wollen Ihre eigene Philosophie, ihre persönliche Lebenseinstellung in die Zeremonie einbringen“, so Walter. Dabei ist ein christlicher Bezug nicht ausgeschlossen, wird aber meist um andere Elemente, auch aus anderen Religionen und Kulturen, ergänzt. Oftmals sind die Trauungen aber auch rein weltlich-philosophisch, beschäftigen sich mit der Frage was denn die Liebe sei, speziell für das jeweilige Brautpaar.
Doch inwiefern sind Philosophen dazu geeignet Trauungen durchzuführen? Walter dazu: „Warum sollten Theologen, die dafür ausgebildet wurden, kirchliche Trauungen durchzuführen, dafür besser geeignet sein? Im Gegenteil: Philosophen sind mit vielen verschiedenen Weltanschauungen vertraut und können sich daher besser auf das jeweilige Brautpaar und dessen individuelle Ansichten einstellen“. Und seine Brautpaare scheinen das genauso zu sehen: „Viele Paare sagen mir, dass sie sich bewusst dafür entschieden haben keinen Theologen zu beauftragen“.
Bisher ist das Angebot an Philosophen, die Trauungen durchführen, weit geringer als die Nachfrage. Sollte dieser Trend anhalten, könnte sich das aber schnell ändern, denn lukrative Berufe für Philosophen sind auf dem freien Markt doch eher rar gesät.













