(openPR) Soziale Netzwerke sind in aller Munde und werden Unternehmen als Wunder-Marketinginstrument angepriesen. Die Herstellung ist kostenlos, die mögliche Zielgruppe riesig und es bieten sich immer mehr Firmen an, den gesamten Social Media Auftritt für ein Unternehmen zu gestalten und auch zu führen. Doch im Web 2.0 lauern Gefahren und mit einer fehlenden Strategie oder falscher Beratung kann der erfolgreich gedachte Social Media Auftritt zur PR Katastrophe ausarten.
Sprachkatastrophen im Web 2.0
„Die Wahl der Social Media Plattformen auf denen ein Unternehmen aktiv ist muss gut durchdacht sein. Je nachdem ob man sich mit Firmen vernetzen will, Recruiting betreibt oder mit seiner Zielgruppe interagieren will, es ist jeweils ein anderes Netzwerk relevant.“ so Günter Jaritz, Social Media Experte. Und mit der Wahl des Netzwerkes ist auch die Wahl der Form und Sprache wichtig. Das Web 2.0 dient nicht als Sprachrohr für Newsletter und Werbebotschaften sondern vielmehr als Kontaktpunkt zum Unternehmen. Hier muss darauf geachtet werden einen Umgangston zu wählen der zu Interaktion anspornt und nicht zum Wegklicken.
Problematisch und mit großen negativen Auswirkungen für das Marken- oder Unternehmensimage sind gefälschte Texte im Web 2.0. Immer wieder gibt es Beispiele bei denen die Internetcommunity aufdeckt dass Texte von vermeintlichen Privatpersonen eigentlich von Unternehmen zur Werbung geschrieben wurden. Wie zum Beispiel das Online-Shoppingportal des Unternehmens T-Online (http://www.t-online-shop.de/), welches seine Kunden mit gefälschten Kundenbewertungen in die Irre führte. Als bekannt wurde, dass das Unternehmen eine Agentur beauftragt hatte um gefälschte Kundenrezensionen zu verfassen, gefährdete es seine gesamte Online-Reputation und Glaubwürdigkeit. „Es geht nicht um die Möglichkeiten der Beeinflussung im Web 2.0, es geht darum dass Unternehmen durch das Web 2.0 die Chance haben direkt mit der Zielgruppe in Verbindung zu treten und Rückmeldungen zu bekommen. Der oberste Grundsatz ist hier Authenzität.“ so der Günter Jaritz von Social Media Consulting.
Vermeintliche Alleskönner
Einer der größten Fehler die Unternehmen im Bezug auf ihre Web 2.0 Aktivitäten machen, ist den gesamten Bereich der sozialen Netzwerke an eine externe Firma zu übergeben, meint der Experte Günter Jaritz. „Ich selbst berate Unternehmen mit ihrem Web 2.0 Auftritt, bin aber teilweise entsetzt wenn ich von Firmen höre was ihnen von Social Media Beratern versprochen wurde, nämlich null Verwicklung des Unternehmens in den Online-Auftritt. Das kann nur scheitern. Ein erfolgreicher Online-Auftritt funktioniert nur in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen.“ so Günter Jaritz.
Unternehmen sollten behutsam mit Angeboten, die einen erfolgreichen Web 2.0 Auftritt versprechen ohne personelle Ressourcen des Unternehmens zu brauchen. Firmen die meinen sie könnten den Web 2.0 Auftritt als externe Firma meistern, haben die Grundregeln des Web 2.0 nicht verstanden und können so auch nicht als Experten herangezogen werden. Abgabe von Kompetenzen ja, aber das Unternehmen muss trotzdem personelle Ressourcen für den Online-Auftritt zur Verfügung stellen, und sei es nur für Beiträge von Zeit zu Zeit. Die User erwarten sich über die sozialen Medien mit dem Unternehmen in Kontakt treten zu können und wenden sich ab wenn sie merken dass dies nicht der Fall ist. Es muss zumindest eine Person als Social Media Verantwortlicher definiert werden, der dann die Seiten regelmäßig anschaut und auch teilweise Beiträge schreibt.
Möglicher Erfolg im Web 2.0
Die Chancen und Möglichkeiten des Web 2.0 sind kein Schwindel. Noch nie war es für Unternehmen möglich durch ein kostenloses Medium so eine große Zielgruppe zu erreichen wie durch die sozialen Netzwerke. Zusätzlich sind die Leute in sozialen Netzwerken aktiv beteiligt und interagieren gerne wenn ihnen etwas gefällt oder sie nach ihrer Meinung gefragt werden. Das Web 2.0 ermöglicht es Unternehmen mit ihren Zielgruppen in Kontakt zu treten und sie noch mehr an das Unternehmen zu binden. Dazu bedarf es aber einer Strategie für den gesamten Online-Auftritt eines Unternehmens und auch personelle Ressourcen. Social Media Berater können einen Teil der Arbeit im Web 2.0 übernehmen, es muss aber jemand vom Unternehmen Zeit investieren um teilweise Beiträge abzusprechen und auch ab und zu auf den Plattformen zu interagieren.











