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Marktanalyse offenbart Schwachstellen der Textil- und Bekleidungsindustrie

31.05.201120:13 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Marktanalyse offenbart Schwachstellen der Textil- und Bekleidungsindustrie
Otto R. Dörner ist Berater für Wachstum und Produktivität
Otto R. Dörner ist Berater für Wachstum und Produktivität

(openPR) Welche Stärken und welche Schwächen kennzeichnen derzeit die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie? Eine aktuelle Marktanalyse des Ottobrunner Branchenexperten Otto R. Dörner verdeutlicht, dass das Kernproblem der überwiegend mittelständisch strukturierten Branche vor allem darin besteht, Renner-Sortimente zu vernachlässigen, Fehler bei der Flächenbewirtschaftung zu machen und die Komplexität der Wertschöpfungskette nicht im Griff zu haben.



Wie gut die Textil- und Bekleidungshersteller den seit längerem stattfindenden Strukturwandel bewältigt haben, ermittelte eine jüngst durchgeführte Marktanalyse des Branchenexperten Otto R. Dörner. Laut dieser Analyse des in Ottobrunn tätigen Beraters beeinträchtigen vor allem drei Schwächen die Rentabilitäts- und Wachstumsziele dieser Unternehmen. So versäumen es etwa 70 Prozent der Textil- und Bekleidungshersteller ihr so genanntes Renner-Sortiment aktuell und ertragsstark zu halten. „Zu einseitig setzt die Industrie darauf, Sortimente mit neuen Produkten zu erweitern, obwohl die Renner-Sortimente bis zu 80 Prozent des Umsatzes erwirtschaften“, erläutert Otto R. Dörner. Aktuell gehaltene Renner-Sortimente tragen seines Erachtens zu einer höheren Investitionssicherheit bei, senken die Flop-Raten bei Neueinführungen und die Kosten in Beschaffung, Design und Marketing.

Wachstums-Chancen werden vergeben

Ein zweites zentrales Manko der Branche sind laut Dörners Analyse Fehler bei der Flächenbewirtschaftung. „Häufig herrscht eine Software-Gläubigkeit vor, das heißt, es werden die Anforderungen an das Prozessmanagement, das für die Flächenfähigkeit zentral ist, unterschätzt“, erklärt der Branchenkenner. Deutlich wird das Problem selbst bei zugkräftigen Marken, denen es zum Teil selbst nach Jahren der Flächenbewirtschaftung nicht gelingt, die internen Abstimmprozesse zwischen Design, Beschaffung, Produktmarketing und Vertrieb zu meistern. „Wenn Instrumente, etwa Kollektionsrahmenpläne, Menüaufträge, Referenzflächenanalysen und vieles mehr, nicht perfekt beherrscht werden, kann das Zusammenspiel zwischen den Bereichen nicht funktionieren“, bestätigt Dörner. Die Hersteller vergeben so leichtfertig die Chancen, ihre Rentabilität zu verbessern, und die Chancen für Wachstumspotenziale.

Prozessroutinen werden nicht (mehr) beherrscht

Umsatz- und Kostensynergien lassen sich laut Dörner erst erreichen, wenn die Kernprozesse der Industrie – POS, Vertrieb & Marketing, Kollektion und Beschaffung – optimal aufeinander abgestimmt sind. Doch auch in dieser Hinsicht offenbart seine Marktanalyse eine Schwachstelle. „Die Basis-Prozessroutinen bei den erfolgskritischen Abläufen funktionieren aufgrund der zusätzlichen Vertriebswege und Kooperationsformate nicht mehr zuverlässig“, moniert Dörner. Beispielsweise hätten es etliche Hersteller versäumt, neben den POS-Kennzahlen auch ein System aussagefähiger interner Kennzahlen zu implementieren, um nachhaltig produktivere Strukturen und Prozesse zu verankern. Der Spielraum, um Materialpreissteigerungen zu kompensieren, wird auf diese Weise verspielt. Marktanteile gingen dann an Wettbewerber verloren, die ihre Wertschöpfungskette im Griff haben. „Die mangelhafte Transparenz erschwert es zudem Kapitalgebern und Investoren, die strategische und operative Entwicklungen eines Unternehmen zu beurteilen, was dazu führen kann, dass sich diese zögerlich verhalten“, erlebt der erfahrene Berater immer wieder.

Selbsttest offenbart Stärken und Schwächen

Die Analyseergebnisse haben Dörner motiviert, einen Selbsttest zu entwickeln und auf seine Homepage zu stellen, mit dessen Hilfe Unternehmen kostenfrei ermitteln können, welche Optimierungspotenziale sie hinsichtlich Produktivität, Wachstum und Renditen haben. Die Ergebnisse dieses Selbsttests sollen dazu beitragen, dass Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie sich auf ertragsstarke Umsatzfelder konzentrieren sowie wettbewerbsfähige Leistungs- und Kostenstrukturen aufbauen können.

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