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Tempi passati: Zeit für Fusionswelle in der GKV längst vorbei

(openPR) Zur Jahresmitte 2011 wird es in Deutschland noch 154 gesetzliche Krankenkassen nach 169 zum Jahresbeginn 2010 geben. Damit dürften die Stimmen aus den Jahren davor und die bis heute nachklingen, die von einer rasch heraufziehenden Fusionswelle mit dem Ziel von nur mehr 30, 40 oder 50 Kassen sprachen, langsam verstummen. Auch wird dabei eine Veränderung bei den gesetzlichen Krankenversicheren suggegriert die es in dieser Form gar nicht geben kann.



Ene Fusionswelle in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird es nicht mehr geben. In 2011/2012 dürften noch einige wenige „Nachbrenner“ von bereits in vergangenen Jahren begonnenen Fusionsgesprächen ihre Wirkung entfalten. Dies gilt insbesondere für einige kleine Betriebskrankenkassen (BKK) die von größeren Partner übernommen werden bzw. von ihrem Verwaltungsrat oder auch von der Aufsicht z.B. aus finanziellen Gründen „vom Markt genommen werden“.

Daneben wird es bei den Innungskrankenkassen (IKK) noch zu einer „Elephantenhochzeit“ durch die Übernahme der angeschlagenen Vereinigte IKK durch die IKK classic geben. Was aus den noch neun Landwirtschaftlichen Krankenkassen wird, bleibt abzuwarten. Hier könnente es mittelfristig auch zu nur mehr zwei oder drei „Verbünden“ kommen.

Betrachtet man die Gesamtentwicklung seit 1994 (1.164 Kassen) bis Mitte 2011 (154 Kassen), so wird zum Jahresanfang 2012 die bislang „magische Grenze“ von 150 Krankenkassen fallen. Insoweit weiterhin von einer „Fusionswelle“ zu sprechen, dürfte eher überholt sein. Vergessen wird zudem, dass innerhalb weniger Jahre vor 1997 sich die Zahl halbiert hat und Deutschland um 1900 etwa 20.000 Krankenkassen hatte.

Betrachtet man die immer wieder genannten Zielgrößen von 30, 40 oder 50 Kassen näher, so fällt auf, dass im Markt nur 64 gesetzliche Krankenkassen mehr als 50.000 Mitglieder haben. Von den z.Zt. noch 119 BKKen sind zudem rd. 30% nicht allgemein zugänglich, d.h. ihre Mitglieder dürfen sich nahezu ausschließlich aus Firmen- und deren Familienangehörigen rekrutieren. Effektiv marktrelevant sind diese Kassen kaum bzw. nicht (fast alle bis auf fünf Kassen haben weniger als 20.000 Mitglieder, 25 Kassen sogar weniger als 10.000 Mitglieder).

Zieht man als Vergleich zusätzlich die private Krankenversicherung (PKV) hinzu (Marktanteil etwa 11%), so zeigt sich das etwa 50 bekannte Anbieter - wenn auch mit Konzernstrukturen teilweise verknüpft - aktiv am Markt tätig sind. Der Umfang der PKV-Versicherten ist dabei mit 8,9 Millionen Vollversicherten ist dabeu genauso groß wie die IKK- und LKK-Versicherten zusammen. Anders ausgedrückt: Sie erreichen nur zwei Drittel des Umfangs aller BKK-Versicherten (über 13 Millionen). Von einer Diskussion die Anzahl der PKV-Unternehmen - außerhalb des Verbandes gibt es nochmals mehre Dutzend - zu reduzieren, ist in der öffentlichen Diskussion bekanntermaßen noch kein Thema gewesen.

Betrachtet man die Fusionen - auch bei der beschlossenen Schließung einer Betriebskrankenkasse sowie die Diskussion einer Schließung von weiteren zwei oder drei BKKen - der letzten Jahre etwas genauer, so fällt auf, dass das jeweilige Aufgehen bzw. Schließung seit 5, 6 oder 7 Jahren absehbar war. Wie in der übrigen Wirtschaft auch, ziehen Konkurse oder Unternehmensschließungen nicht von heute auf morgen herauf, sondern sind regelmäßig das Ergebnis langanhaltender zu geringer Sorgfalt und Kompetenz in der Unternehmensführung.

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