(openPR) Für viele deutsche Städte bietet ein ausgewiesener Sportbezug einen entscheidenden strategischen Faktor innerhalb des Stadtmarketings. So trägt das Image des Sports zur allgemeinen Lebensqualität bei. Beispielhaft sind hier die Anziehungskraft im Hinblick auf den Tourismus und die Erhöhung der Wohn- sowie der Arbeitsattraktivität zu nennen. Ohne detaillierter auf die Auswirkungen des Sportbezugs einzugehen, kann dessen Effekt aus Städtesicht allgemein als förderlich festgehalten werden.
Trotz der Tatsache, dass keine anerkannte Definition des Begriffes innerhalb der Sportwissenschaften existiert, wundert es demnach nicht, dass sich viele Städte gerne mit dem Zusatz der „Sportstadt“ rühmen, um in der öffentlichen Wahrnehmung positiv in Erscheinung zu treten. Auch wenn für Städte bisher keine klaren Kriterien zur Quantifizierung des Ausmaßes an Sportbezug bestehen und somit ein etwaiges Ranking der deutschen (Sport-)Städte schwerfällt, sollte dennoch jeder für sich in der Lage sein, sich eine Meinung darüber zu bilden, ob eine Stadt aufgrund ihres sportliches Charakters als Sportstadt einzustufen ist, oder eher nicht .
In der persönlichen Einstufung des Sportbezugs spielt dabei insbesondere die Existenz von erfolgreichen Vertretern aus dem Profisport eine wichtige Rolle. So tragen bspw. erfolgreiche Fußball-Bundesligisten, wie z. B. der FC Bayern in München‚ oder auch Einzelsportler, wie z. B. die Boxer Wladimir und Vitali Klitschko in ihrer Wahlheimat Hamburg zum Sportcharakter der jeweiligen Stadt bei. Aber auch publikumswirksame Wettkämpfe und Großevents (wie bspw. der Berlin Marathon) sowie interessante oder imposante Sportstätten (wie etwa der Signal Iduna-Park) demonstrieren den Sportcharakter einer Stadt. Zusätzliche kann das Image einer Sportstadt durch ein vielfältiges Angebot an organisiertem Breitensport durch ein stark ausgeprägtes Vereinswesen gefördert werden. Letztlich wird in der Wahrnehmung eines jeden Menschen eine individuelle Kombination der genannten Faktoren die Einordnung der Städte hinsichtlich ihres Sportbezugs bewirken.
Doch wie sieht die Situation nun in Deutschland aus? Welche Stadt wird als Sportstadt eingestuft und welche nicht? In diesem Zusammenhang hat promit exklusiv für den Düsseldorfer SportTreff® im Rahmen des SportMonitors eine Studie durchgeführt, um sich ein Bild über die Wahrnehmung in der deutschen Bevölkerung machen zu können. Bei der offen gestellten Frage nach derjenigen Stadt, die aus der subjektiven Sicht des Befragten am deutlichsten durch einen sportlichen Charakter geprägt ist, ist das Ergebnis relativ eindeutig: So belegt München unter denjenigen der 1.194 Befragten, die sich zu diesem Thema eine Meinung gebildet haben, mit großen Abstand den ersten Rang (Abb. 1.1). 38,0% votieren für die bayrische Landeshauptstadt. Auf den Plätzen folgen Berlin (14,7%), Hamburg (9,0%), Köln (6,7%), Dortmund (5,7%) und Düsseldorf (3,8%).
Betrachtet man hier Düsseldorf etwas genauer, so zeigt sich zunächst das altbekannte Bild des dominierenden Fußballs – und das, obwohl die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt derzeit von keinem Verein in der ersten Bundesliga vertreten wird. Bei der offenen Frage nach Sportarten, die der Interviewte besonders mit Düsseldorf verbindet, landet „König Fußball“ mit 40,5% auf dem vordersten Rang (Abb. 1.2).. Auf den weiteren Plätzen landen Eishockey (23,2%), Handball (10,0%), Tennis (9,9%), Tischtennis (5,0%) und der Reitsport (5,0%).
Diese Verteilung ist offenbar ein Spiegelbild für die traditionsreichen Düsseldorfer Vereine und Veranstaltungen, denn bei der gestützten Abfrage der Bekanntheit populärer Clubs bzw. Events ergibt sich folgendes Ergebnis: Fortuna Düsseldorf (Fußball) ist 77,1 % der Befragten gekannt; die DEG Metro Stars (Eishockey) kennen 40,3%, Borussia Düsseldorf (Tischtennis) 27,2% und die HSG Düsseldorf (Handball) kennen 23,0%. Auf der Veranstaltungsebene nimmt der Galopp Düsseldorf (Pferdesport) mit 30,9% den Spitzenplatz ein, während der Power Horse World Team Cup (ehem. Arag World Team Cup; Tennis) mit 18,7% der Nennungen auf Rang drei landet.
Festzuhalten bleibt, dass der Sportbezug einer Stadt im Sinne des Zusatzes „Sportstadt“ durch ausgereifte strategische Überlegungen und operative Umsetzungen durchaus an die Öffentlichkeit transportiert werden kann, wobei hier ein professionelles, langfristiges Engagement vonnöten ist. Letztlich muss der Wille an einem Strang zu ziehen in Politik, Wirtschaft und der Medienwelt vorhanden sein, um das Image einer Sportstadt publikumswirksam voranzutreiben.
*********
Den Artikel in der ORIGINALVERSION inkl. aller ABBILDUNGEN finden Sie nochmals unter folgendem Link: http://bit.ly/ixKsDO
*********













