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Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche und Sedisvakantismus

23.05.201109:55 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Im Oktober 1596 schlossen sich einige polnisch-litauische Bischöfe aus dem Patriarchat von Konstantinopel dem päpstlichen Stuhl an, unter Beibehaltung der östlichen Liturgie ("Kirchenunion von Brest"). Dabei hat die "Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche" jahrzehntelang auch den bloßen Scheinpäpsten der Gruppe des sog. "Zweiten Vatikanischen Konzils" (V2) die Treue gehalten. Allerdings haben sich mittlerweile mehrere Kleriker und Laien zu der sog. "Ukrainian orthodox Greek-Catholic Church" (UOGCC) zusammengeschlossen. Die Ereignisse, darunter die Schreiben seit 2008 an den als damaligen "Papst" titulierten Joseph Ratzinger ("Benedikt XVI.") sowie das Bekenntnis am 01.05.2011 zum "Sedisvakantismus" (i.e. "der päpstliche Stuhl ist derzeit nicht rechtmäßig besetzt"), sind auf der UOGCC-Homepage dokumentiert. Dort gibt es auch Videos, z.B. »What for was John Paul II "beatified"?« (»Wofür wurde Johannes Paul II. "seliggesprochen"«,16 min). Am 10.05.2011 rief das "Byzantinische Katholische Patriarchat" der UOGCC alle römisch-katholischen Priester auf, sich auch öffentlich von Ratzinger zu trennen.



Ansatzpunkt
Immerhin, der Sedisvakantismus ist die einzig richtige Erklärung der jetzigen Situation: Die UOGCC weist völlig zu Recht auf die Irrlehren (Häresien) der V2-Gruppe hin, z.B. auf die Glaubensvermischung (Synkretismus) im "Geist von Assisi": Die V2-Gruppe ist völlig vom katholischen Glauben abgefallen (Apostasie).
Jedoch problematisch bei der UOGCC bleibt insbesondere die Begründung des Sedisvakantismus. Laut UOGCC hat sich Karol Wojtyla ("Johannes Paul II.") durch das apostatische Religionstreffen in Assisi (1986), Ratzinger wiederum durch die "Seligsprechung" seines Vorgängers Wojtyla (2011) exkommuniziert. Also hier dient die theologisch nicht endgültig entschiedene Thematik des "häretischen Papstes" ("papa haereticus") als Argumentationsgrundlage. Tatsächlich lässt sich der Sedisvakantismus aber durch die unfehlbar definierte Lehre über die Kirche beweisen: Die V2-Gruppe besitzt nicht die notwendigen Wesensmerkmale der Kirche, i.e. einig, heilig, katholisch und apostolisch. Zudem sind die apostatischen Verhaltensweisen von Wojtyla / Ratzinger nur der logische Ausfluss der Irrlehren der V2-Texte selbst. Die Häresienquelle "Vatikanum 2" kann gar kein Konzil der katholischen Kirche gewesen sein. Also die UOGCC kritisiert zwar Symptome, aber nicht die Wurzel. Sicherlich: Der Sedisvakantismus ist unvermeidbar, und insofern ist die Trennung der UOGCC von Rom begrüßenswert. Aber die UOGCC muss noch weitaus mehr leisten.

Hindernis
Besonders problematisch ist die Behauptung der UOGCC: "Sakramente, die von einem Apostaten gespendet werden, sind ungültig" (in: "God’s appeal to all priests of the Roman Catholic Church", 10.05.2011). Cf. dazu das Dogma: "Wer sagt, die Taufe (...), von einem Irrgläubigen gespendet, sei keine wahre Taufe, der sei ausgeschlossen" (D 860). D.h. die Behauptung, Irrgläubige könnten keine gültigen Sakramente spenden, hat nicht nur keinerlei lehramtliche Grundlage, sondern ist zumindest hinsichtlich der sog. "Ketzertaufe" auch häretisch. S. dazu: "Die bewiesene Gültigkeit der Ketzertaufe ist *typisch* auch für die übrigen Sakramente" (Pohle-Gierens, Lehrbuch der Dogmatik, Bd. 3, Paderborn (9)1937, 106).
Unter den UOGCC-Videos gibt es auch ein "Zeugnis" einer Protestantin (!) namens Angelica Zambrano über Johannes Paul II.: "Ich habe ihn in der Hölle gesehen." "Privatoffenbarungen", speziell in einem dermaßen fragwürdigen Fall, empfehlen sich keinesfalls immer als Stütze.

Widerstand
Die UOGCC beklagt sich auch beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (Straßburg) über religiöse Diskriminierung. Immerhin: Der Verf. kann dies insofern nachvollziehen, als er selbst am 26.05.2011 zu mind. zwei Jahren und max. vier Jahren Gefängnis verurteilt werden soll, u.z. letztlich einzig und allein für die Tatsache, dass auch er den "Sedisvakantismus" akzeptiert hat: Derzeit ist jeder Katholik Sedisvakantist, aber längst nicht jeder Sedisvakantist ist auch Katholik.
Nun, genau genommen hat sich selbst der "normale" Katholizismus niemals "durchgesetzt" - er blieb immer die Religion einer Minderheit, und immer haben Katholiken Glaubensverfolgung erlitten. Wie es erst recht mit dem derzeitigen "Sedisvakantismus" weitergehen und wie es den Sedisvakantisten ergehen wird, wird sich zeigen, d.h. der subjektive Aspekt ist ungewiss. Hingegen der objektive Aspekt, d.h. die Richtigkeit und somit argumentative Unvermeidbarkeit des Sedisvakantismus, ist eindeutig. Somit ist hier jegliche Unterdrückung absolut illegal.

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