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Sofortiger Atomausstieg – aber nicht auf Kosten der Armen

20.05.201111:50 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Sofortiger Atomausstieg – aber nicht auf Kosten der Armen
Plakatmotiv zur Veranstaltung
Plakatmotiv zur Veranstaltung "Atomausstieg und die Soziale Frage" mit Henrik Paulitz

(openPR) An den unbeherrschbaren Risiken der Atomkraft kann spätestens seit der Katastrophe von Fukushima kein Zweifel mehr bestehen. Immer mehr Experten warnen auch vor der Bedrohung durch die deutschen AKWs, nachdem auch der sogenannte „Stresstest“ der staatlichen Reaktorschutzkommission an den Reaktoren in Deutschland kein gutes Haar ließ.



Auch dieser „Stresstest“ sieht sich jedoch seit seiner Veröffentlichung am vergangenen Dienstag heftiger Kritik ausgesetzt. Eine „freundliche Betreiberbefragung“ sieht der Atomenergieexperte Henrik Paulitz vom Verband atomkritischer Ärzte IPPNW in dem Untersuchungsbericht, da die Angaben in erster Linie von den Kraftwerksbetreibern selbst stammen.

„Das ist so, als würde man mit dem Pkw beim TÜV vorfahren und dort den Entwurf eines selbst erstellten Mängelberichts überreichen“, bemängelt Paulitz. Nicht untersucht wurde in dem Stresstest unter anderem die sogenannte Kernschmelzfestigkeit, also die Frage, ob Reaktordruckbehälter und Containment im Falle einer Kernschmelze eine massive Freisetzung von Radioaktivität verhindern können.

Die überwältigende Mehrheit der atomkritischen Bewegung, die am 28. Mai erneut bundesweite Großdemonstrationen, u.a. in Mainz, Frankfurt und Mannheim ankündigt, ist sich einig, dass nur eine sofortige Abschaltung die einzig verantwortliche Konsequenz aus der Gefährdung darstellt. Auch von Seiten der Politik geht es nurmehr um die Frage, wie schnell der Ausstieg vollzogen werden soll und welche Versorgungsstrukturen an die Stelle der von wenigen Großkonzernen geprägten Kraftwerksbetreiber treten.

Genau diese Frage wird Thema eines Vortrags- und Diskussionsabends am Dienstag, den 24. Mai im Audimax der Universität Mainz sein. Gemeinsam mit dem AStA, der Heinrich-Böll-Stiftung sowie der Jenny-Marx-Gesellschaft konnte die Mainzer Gruppe Kritisches Kollektiv (IL) mit Henrik Paulitz für die Veranstaltung einen der derzeit bundesweit gefragtesten Atomexperten gewinnen.

Die Veranstalter möchten die Ausstiegsdebatte gerne ein paar Schritte weiterdenken. „Ein sofortiger Atomausstieg ist unverzichtbar, und er ist möglich,“ macht Bernd Oliver Sünderhauf vom Kritischen Kollektiv deutlich, „aber er darf nicht auf dem Rücken ärmerer Bevölkerungsschichten vollzogen werden. Deshalb müssen jetzt die richtigen Weichen gestellt werden.“

Einen Schritt weiter geht Wolfgang Faller, Geschäftsführer der – den Grünen nahestehenden – Heinrich-Böll-Stiftung Rheinland-Pfalz: „Um die vier großen Energiekonzerne hat sich ein Filz von Lobbyismus, Abhängigkeiten und Vetternwirtschaft entwickelt, der eine ökologische und soziale Lösung der Energiefrage seit Jahren mit einigem Erfolg verhindert. Nur eine dezentrale, rekommunalisierte, jedenfalls demokratische Energieversorgung kann die vielfältigen Aufgaben lösen, die sich derzeit stellen.“

Als Referent wird Henrik Paulitz die Erkenntnisse seiner langjährigen Arbeit zu sozialen, ökologischen und militärischen Folgen der Atomkraft zur Diskussion stellen und selbstverständlich auch auf die aktuelle Diskussion um den „Stresstest“ und die konkrete Gefährdung durch deutsche AKWs eingehen.

Vortrag und Diskussion mit Henrik Paulitz:
„ATOMAUSSTIEG UND DIE SOZIALE FRAGE“
Dienstag, 24. Mai 2011, 19:30 Uhr
im Audimax (Alte Mensa) der Uni Mainz

Eine Veranstaltung des Kritischen Kollektivs (IL), Mainz/Worms/Mannheim
in Kooperation mit dem AStA der Uni Mainz, der Heinrich-Böll-Stiftung
Rheinland-Pfalz sowie der Jenny-Marx-Gesellschaft /
Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz

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