(openPR) FIA GT1 Weltmeisterschaft
Sachsenring (DEU)
13. – 15. Mai 2011
Herrliches Wetter lockte 45000 Zuschauer an den Sachsenring. Dort gastierte am vergangenen Wochenende die FIA GT1 – Weltmeisterschaft im Rahmen des ADAC GT Masters Weekend. Die Teams waren erst vor einer Woche noch in Portimao zur dritten Runde der Weltmeisterschaft angetreten und hatten somit keine Möglichkeit, sich bis zum Sachsenring mit den Fahrzeugen zu beschäftigen.
Das Team aus der Schweiz war mit den gewohnten Fahrerpaarungen nach Deutschland angereist: Karl Wendlinger (AUT) / Peter Kox (NDL) im Auto mit der Startnummer #5 und Max Nilsson (SWE) / Jiri Janak (CZE) im Auto mit der Startnummer #6.
Im freien Training am Freitag unter trockenen Bedingungen kamen Wendlinger und Kox mit ihrem Lamborghini Murcielago LP670 R-SV gut zurecht und zeiteten ihn auf P5, nur eine halbe Sekunde hinter dem Erstplatzierten. Der Lambo von Nilsson/Janak erreichte P15. Zum Qualifying wurde das Setup der Fahrzeuge geändert, was nicht zu den gewünschten Ergebnissen geführt hat. Der Wagen #6 von Nilsson/Janak erreichte hier Startplatz 17 und Wendlinger/Kox in Wagen #5 sicherten sich im zweiten Qualifying Startplatz 9 für das Qualifying Rennen. Beim Stint von Karl Wendlinger wurde wegen eines Unfalls die rote Flagge geschwenkt und die Rennleitung sah, dass der Österreicher während der Rotphase ein Fahrzeug überholt hat. Die Folge war eine Zurückversetzung um zehn Plätze beim Qualifying Rennen, somit letzter Startplatz.
Der Start am Samstag verlief für beide Fahrzeuge gut, aber aufgrund der schlechten Startplätze, konnte kein gutes Ergebnis erreicht werden. Wendlinger überfuhr die Ziellinie auf P12. Nilsson fuhr in Runde 25 bei hoher Geschwindigkeit in einer schnellen Linkskurve über Reifenteile und kam dabei von der Strecke ab und knallte in die Leitplanke. Das Rennen war für ihn zu Ende.
Am nächsten Tag starteten die beiden Murcielagos von den Positionen 12 (5) (#5) und 14 (#6). Beide Fahrzeuge erwischten hatten wieder einen guten Start, aber kurz nach der ersten Kurve verursachte der Aston Martin von Tomas Enge/Alex Müller (Startnummer 7) einen Unfall, in den zuerst der Lamborghini von Wendlinger verwickelt wurde und dann Nilsson, der nicht mehr ausweichen konnte und seinem Schwesterauto ins Heck fuhr. Beide Murcielagos waren stark beschädigt und mussten das Rennen beenden.
Othmar Welti, Teamchef:
„Wir sind sehr zuversichtlich nach Deutschland angereist. Am Freitag haben wir eine gute Leistung erbracht und waren sehr zufrieden. Am Samstag ist das Qualifying und das Qualifying Rennen nicht so verlaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Das hat zum einen damit zu tun, dass wir in der Startaufstellung nach hinten versetzt wurden und andererseits hatten wir nicht die notwendige Pace, da wir das Setup am Auto wieder zurückgebaut hatten. Durch die Zurückversetzung hatten wir es immens schwer, nach vorne zu kommen. Es ist eine Entscheidung der Rennleitung, die wir akzeptieren müssen. Ob es gerechtfertigt ist oder nicht, ist eine Auslegungssache. Im Warm-Up lief es dann wieder sehr gut, da wir auf das neue Setup vom Pre-Qualifying zurückgriffen. Wir waren sicher, dass wir damit für das Hauptrennen gut Chancen auf Punkte hatten. Leider sind wurden unsere beiden Fahrzeuge kurz nach dem Start durch einen Unfall dermaßen beschädigt, dass das Rennen an dieser Stelle für uns beendet war. Wir haben einen Riesenschaden und glauben nicht, dass wir es schaffen, die Autos bis Silverstone wieder instandzusetzen. Durch die Berührung von Karl mit dem Fahrzeug von Tomas Enge kam es zu einem Dreher unseres Fahrzeuges. Max war knapp dahinter und hätte auch ausweichen können. Leider hat Vanina Ickx ihm kein Platz gelassen und so haben wir zwei zerstörte Fahrzeuge. Die Rennleitung sieht aber einmal mehr kein Handlungsbedarf!!??“
Erich Kolb, Teammanager:
„Das Wochenende war sehr durchwachsen mit schlechtem Ausgang. Im Training hatten wir ein paar Probleme, die Autos richtig einzustellen, was wir aber zum Warm-Up wieder behoben richtig im Griff hatten. Da waren wir gut unterwegs und waren für das Hautprennen sehr optimistisch. Leider kam dann der schwere Unfall gleich nach Rennbeginn dazwischen, beide Fahrzeuge sind erheblich beschädigt, der #6er Lambo hat sogar einen Rahmenschaden. Unsere Fahrer hatten Glück dass nichts Schlimmeres passiert ist. Max muss sich heute noch medizinisch untersuchen lassen da er über Rückenschmerzen klagte. Manche Fahrer haben wohl immer noch nicht bemerkt, dass die FIA GT1-Rennen keine Sprintrennen sind.
Ich denke es wird sehr schwierig die Autos in Silverstone an den Start zu bringen da wir nicht alle Teile in der kurzen Zeit produzieren können.
Karl Wendlinger (AUT), #5:
„Das Wochenende war nicht zufriedenstellend für mich. Am Freitag hatten wir ein tolles auto und auch ein sehr gutes freies Training. Am Samstag haben beim Qualifying von der Abstimmung her ein bisschen verloren, haben dennoch einen guten neunten Platz erreicht. Aber die Rennleitung hat mir eine Strafe auferlegt und mich 10 Plätze für das Qualifying Rennen zurückversetzt, weil ich bei rot ein Auto überholt habe. Aber die Situation war so, dass ein anderes Auto im Kiesbett gestanden hat und derjenige, den ich überholt habe so langsam gefahren ist, dass dachte ich, dass dieser auch beschädigt ist und deswegen bin ich an ihm vorbeigefahren. Das Qualifying Rennen war ganz gut, da konnten wir einige Plätze gut machen. Beim Hauptrennen war der Start auch gut, aber danach gab es einen Unfall, der uns zwei beschädigte Autos beschert hat. Silverstone sehe ich positiv entgegen, wenn wir die Abstimmung hinbekommen, dann sollten wir auf jeden Fall das Podium anpeilen.“
Peter Kox (NDL), #5:
„Wir waren von Anfang an sehr gut dabei, im freien Training hatten wir ein technisches Problem und erreichten dennoch P6. Im Qualifying hat es nicht gut geklappt, wir konnten den Grip der Reifen nicht gut nutzen und kamen nur auf P9 und nicht bis ins Q3. Letzendlich hat das auch nichts ausgemacht, da wir für den Start des Qualifying Rennen um 10 Plätze zurückversetzt wurden, da Karl (Wendlinger) offensichtlich im ersten Qualifying während einer Rotphase ein Fahrzeug überholt hat. Vom letzten Platz aus ist es natürlich schwer, nach vorne zu kommen, man muss alles versuchen. Im Championship Rennen hat es uns zum zweien Mal beim Start erwischt und wieder war es der gleiche Aston Martin, der uns reingefahren ist. Und bei dieser Aktion ist uns auch das 6er Auto kaputtgegangen, da Max keine Chance mehr hatte, auszuweichen. Eigenartig ist es dann, dass dieses Fahrzeug nie und wir wegen Vorbeifahren bei Rot bestraft werden. Ich kenne solche Entscheidungen aus 2010 noch, aber da kämpfst Du wie Don Quijote gegen Windmühlen. Für gesamte Meisterschaft ist das nicht gut.“
Jiri Janak (CZE), #6:
„Für mich war das Wochenende sehr enttäuschend. Ich hatte keine richtig gute Session, einzig das kurze Warm-Up war gut. Letztendlich fanden wir ein gutes Setup für das 6er Auto ich fühlte mich gut darin. Und dann gibt es offensichtlich einige unvernünftige Fahrer, die denken, dass die Rennen über vier oder fünf Runden gehen und nicht kapieren, dass es ein Einstundenrennen ist. Es war erneut ein unglückliches Wochenende für mich und ich hoffe, dass es künftig besser wird.“
Die nächste Runde in der FIA GT1-Weltmeisterschaft findet auf der traditionsreichen Strecke in Silverstone vom 3.-5. Juni statt.
Weitere Information über das Team finden Sie auf www.swissracingteam.ch.













