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Eierklau für den Artenschutz

18.05.201122:02 UhrTourismus, Auto & Verkehr
Bild: Eierklau für den Artenschutz
15 Mini-Strauße erobern den Sambesi
15 Mini-Strauße erobern den Sambesi

(openPR) Neues Erhaltungszuchtprogramm für Nordafrikanische Rothalsstrauße im Erlebnis-Zoo Hannover

Um den Nordafrikanischen Rothalsstrauß vor dem Aussterben zu bewahren, hat der Erlebnis-Zoo Hannover mit internationaler Hilfe 24 Straußeneier aus dem marokkanischen Nationalpark Souss Massa nach Deutschland zur Weiterzucht gebracht – als Genreserve in der Arche Zoo. 15 Küken schlüpften erfolgreich und erobern nun ihre neue Heimat in Hannover.



Noch zu Anfang des 20. Jahrhunderts war Struthio camelus camelus, der Nordafrikanische Rothalsstrauß, in seiner Heimat weit verbreitet. Doch dann wurde die Modewelt auf seine großen, außergewöhnlichen Federn aufmerksam und der Rothalsstrauß wurde dem extravaganten Trend rücksichtslos geopfert. Nur in wenigen unwirtlichen und schwer erreichbaren Wüstengebieten in Tschad und Niger überlebten einige Tiere. Die bürgerkriegsartigen Unruhen der letzten Jahre ließen die Tierart auch dort nahezu verschwinden. Heute ist der Nordafrikanische Rothalsstrauß so gut wie ausgestorben.

Mit einem eindringlichen Apell an alle zuständigen Behörden erhielt Dr. Heiner Engel, Zoologischer Leiter in Hannover, 2010 die Genehmigung für den „Eierklau“ in Marokko. Die Verwirklichung der Idee schien von vorneherein ausgeschlossen, so schwierig gestalteten sich die Voraussetzungen. Die 24 Eier mussten in einem Linienflugzeug transportiert werden, in desinfizierten Kartons, die weder bei der Einnoch bei der Ausreise geöffnet oder geröngt werden durften. Um die empfindlichen Eier keinen großen Temperaturschwankungen und Erschütterungen auszusetzen, sollten sie im Passagierraum mitreisen.

„Im Vergleich zu den verständlichen Schwierigkeiten, 20 Liter unbekannte Flüssigkeit in ein Flugzeug bringen zu dürfen, war die eigentliche Eierentnahme in der Wüste fast ein Kinderspiel“, erzählt Engel. Doch obwohl alles klappte und die Eier sicher auf den Sitzen angeschnallt in der Kabine reisen durften, blieb der erhoffte Erfolg 2010 aus: Aus nur acht von 24 Eiern schlüpften Straußenküken, die wenige Tage später verstarben.

Anfang dieses Jahres brachen Heiner Engel und seine Assistentin Maren Frerking erneut nach Marokko auf. Wieder kehrten sie mit 24 Eiern der Nordafrikanischen Rothalsstrauße im Gepäck nach Deutschland zurück. Diesmal glückte die Aufzucht.

Acht Hennen und sieben Hähne tummelten sich seit acht Wochen im Straußenkindergarten hinter den Kulissen. Liebevoll umsorgt von den Tierpflegern lernten sie dort, mit Beinen und Schnäbeln umzugehen und den Unterschied zwischen „essbar“ und „nicht essbar“ zu erkennen. Jetzt haben die kleinen Laufvögel den Kindergarten verlassen und erobern ihr großes Gehege im Zoo.

Schritt für Schritt folgen die gefiederten Hoffnungsträger der Salatspur auf dem Boden aus dem Stall ins Außengehege, bis der erste Jungvogel plötzlich den Kopf hebt. Etwas verwirrt schaut er sich um. Es dauert einen Moment, bis er merkt, dass er sich nicht mehr in seiner gewohnten Umgebung befindet. Die Welt sieht plötzlich ganz anders aus. Alles ist bunt, groß, riesig und riecht ganz anders. Aber die anfängliche Scheu ist schnell vergessen – Strauße haben zum Glück kein sehr gutes Gedächtnis. Nach und nach breiten sie ihre Stummelflügel aus und rennen los: Kopf nach vorn und immer dem Schnabel nach, Richtung Arterhaltung.

Die Hoffnung wächst, dass der stolze Laufvogel mit dem roten Hals irgendwann wieder in freier Wildbahn zu sehen ist. Vier Zoos in Deutschland, England und den USA haben sich bereits angemeldet, um Jungtiere aufzunehmen und den Rothalsstrauß weiter zu züchten. Ein Hahn und zwei Hennen sowie die Leitung des Erhaltungszuchtprogrammes werden in Hannover bleiben.

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