(openPR) Hanau. „Welchen Weg beschreitet die Hochleistungsmedizin?“ Aktuelle Entwicklungen, Ergebnisse und Erfahrungen mit der Spitzenmedizin standen im Mittelpunkt einer Expertenrunde, die am Freitag, 13. Mai 2011, Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Spitzensport in Hanau zusammenführte. Auf Einladung des renommierten Dermatologen Prof. Dr. Hans Michael Ockenfels diskutierten im Schloss Philippsruhe die TV-Ärztin und Medizinerin Dr. Antje-Katrin Kühnemann, die WM-Dritte im Hochsprung Ariane Friedrich, der hessische Sozialminister Stefan Grüttner, der Physiker und Astronaut Dr. Ulf Merbold und Dr. Johannes Peil, Leitender Arzt der Sportklinik Bad Nauheim.
In seinem Einstiegsreferat wies Professor Ockenfels vor 200 Gästen auf die ausgezeichneten Therapieergebnisse in der Behandlung der Volkskrankheit Schuppenflechte hin. Der Schlüssel zum Erfolg sei Hochleistungsmedizin in Form angewandter Lasertechnologie. Der Leitende Arzt der Haut- und Allergieklinik Hanau hat maßgeblich an der Entwicklung des so genannten Excimer-Lasers mitgewirkt. Das Klinikum Hanau verfügt über ausgewiesene Expertise in der Lasertherapie und war 2001 die erste Hautklinik in Deutschland, die den Excimer einsetzte. Der Dermatologe warnte darüber hinaus vor der neuen „Volkskrankheit Hautkrebs“ und unterstrich: „Hochleistungsmedizin muss flexibel sein und sich auf kurzfristig ändernde Krankheitshäufung ausrichten.“ Der Hautkrebs stelle eine der größten medizinischen Herausforderungen der Zukunft dar.
In der Diskussionsrunde unterstrichen alle Teilnehmer den hohen Wert, den medizinische Hochleistung für Diagnostik und Therapie und damit für die Versorgung der Allgemeinheit hat.
Dr. Antje-Katrin Kühnemann wies darauf hin, dass Hochleistungsmedizin mit Menschlichkeit einherzugehen habe. Hochleistungsmedizin müsse Gesundheitsmedizin sein. Neue Medikamente wie Biologika, biotechnologisch hergestellte Eiweiße, können den betroffenen Menschen bei Rheuma und Autoimmunerkrankungen effektiv helfen. Hier gelte es, die Forschung zu intensivieren.
Ariane Friedrich berichtete über ihre Erlebnisse und Erfahrungen mit der Spitzenmedizin. „Hochleistungsmedizin hat dazu geführt, dass ich schneller mein Comeback feiern kann“, bekräftigte die Athletin, die sich im Dezember 2010 eine schwere Achillessehnenverletzung zugezogen hatte.
Dr. Ulf Merbold stellte heraus, dass die Weltraumtechnik wichtige Erkenntnisse liefere und damit ein Entwicklungsmotor der Medizin sei. Als Bespiele benannte der erste Westdeutsche im All das Tonometer, ein Instrument zur Messung des Augeninndrucks, und die Telemedizin, die ihren Ursprung in der Raumfahrt haben.
Der hessische Sozialminister Stefan Grüttner nannte ein gutes und kostengünstiges Gesundheitswesen als ein wesentliches Ziel der Politik. Grundlage dafür seien vernetzte Strukturen, um den medizinischen Fortschritt der Allgemeinheit zukommen zu lassen. Der Minister stellte die Bedeutung der Forschung und den im internationalen Vergleich hohen Standard der medizinischen Versorgung in Hessen und Deutschland heraus.
Dr. Johannes Peil berichtete über rasante Genesungen, die sporttherapeutischen Innovationen zu verdanken seien. „Der Spitzensport befruchtet die Therapie in der Allgemeinmedizin“, unterstrich der „Leibarzt“ von Michael Schumacher. Auch er bekräftigte, dass die Medizin menschlicher werden müsse. Dabei schließe Hochleistungsmedizin, die auf den Einsatz moderner Apparate setzt, eine menschliche Medizin grundsätzlich nicht aus.









