(openPR) Freitag, 17. Juni 2011, 20:00 Uhr
Konzerthaus Berlin, Kleiner Saal, Gendarmenmarkt, 10117 Berlin
Ausführende
Solistin: Moonkyung Lee-Violine
Dirigentin: Dr. Susan Robinson
Künstlerische Leitung: Maria Makraki
Orchester: Camerata Europæa
Programm
Evelyn Stroobach: “Crepuscule” für Orchester, Uraufführung
Peter Tschaikowsky: Violin Konzert D-Dur op. 35
Robert Schumann: Sinfonie Nr. 4 in d-Moll op. 120
Info
Dieses Konzert ist dem Europäischen Musiktag gewidmet und kommen Orchesterwerke zur Aufführung, die voller kompositorischer Elemente sind. Erkennbar sind deutlich die bewegten Formen, vor allem der Frohsinn und die Lebenslust, sowie die darin enthaltene enorme Energie.
Das Stück Crepuscule ist eine Uraufführung und wurde von Evelyn Stroobach für Orchester komponiert und im Januar 2011 fertiggestellt. Die Arbeit ist locker basierend auf der barocken Gigue. Die Form in Crepuscule ist etwas experimentell. Obwohl es nicht ein Thema und Variationen sind, ist jeder Abschnitt deutlich rhythmisch, melodisch und harmonisch in Verbindung zum vorherigen Abschnitt. Die Orchestrierung verändert sich in jedem Abschnitt. Dagegen entspricht das Violinkonzert von Tschaikowsky nicht allen Regeln der Kunst. Das Konzert entstand in unglaublich kurzer Zeit im März 1878, während sich Tschaikowsky am Genfer See aufhielt. An Frau von Meck schrieb er damals: „Der erste Satz ist schon fertig; morgen fange ich den zweiten an. Meine gute Laune hält an, und in dieser Stimmung ist das Komponieren keine Arbeit, sondern ein dauernder Genuss.“ Es ist eine Ironie des Schicksals, dass der einflussreiche Musikkritiker Eduard Hanslick es damals gerade wegen der Eigenschaften verdammte, denen es seitdem seine grosse Beliebtheit verdankt: Seine enorme Energie, seine romantische Musiksprache, sein kraftvolles Finale, in dem ein wilder Kosakentanz mit slawischer Idylle gepaart ist.
Möglicherweise ist der anfängliche Misserfolg der Schumanns Symphonie beim Publikum auf ihre formalen Innovationen zurückzuführen. Da die vier Sätze unmittelbar ineinander gehen und sie auch durch die zyklische Verarbeitung einiger Themen zu einer Einheit verschmolzen sind, erscheint das ganze Werk mit seiner typisch feurigen Rhythmik und seiner schwärmerischen Melodik einer poetischen Idee untergeordnet, die tief in der Romantik verwurzelt ist. Der Meister hat es deshalb ursprünglich als „Symphonische Phantasie“ bezeichnet.
Ein Konzert der Camerata Europæa mit freundlicher Unterstützung der Agenturen Eisleriana und Music in Progress in Berlin.
Eintritt 10,00 €, erm. 8,00 € Kartenbestellung: Konzerthaus Berlin, Telefon: (030) 20309-2101,
www.camerata-europaea.eu www.music-in-progress.com

















