(openPR) Zum Konzert der CAMERATA EUROPÆA am 16. Mai 2010 im Konzerthaus Berlin – „Hommage à Periklis Koukos!
Ein Kammermusikabend der Camerata Europaea im Konzerthaus Berlin ermöglichte eine andere Annäherung an das gegenwärtig politisch gebeutelte Griechenland. Die Aufführung von Werken eines der erfolgreichsten griechischen Komponisten der Gegenwart in dessen Anwesenheit, Periklis Koukos, rückte die vertrauten, bedeutsamen Attribute des griechischen Kulturerbes in den Mittelpunkt: seine Dichter, seine Mythen, die antiken Stätten, sein altes Tonsystem, auf dem sich das heutige europäische Tonsystem begründete.
In Arrangements für Sopran, Klavier und Cello stellten die griechischen Gastsolisten Sophia Kyanidou, Stella Koukos sowie Alexander Kahl (Mitglied des Konzerthausorchesters Berlin und der Camerata Europaea) Auszüge aus drei Opern von Koukos vor, die durch den einheitlichen Rück-griff auf fantastische und mythologische Sujets als Trilogie angesehen werden können.
„Konroua und seine Kopien“ handelt vom Helden Konroua, der Kopien seiner selbst erzeugt, um endlich verehrt zu werden. Bis die Liebe die Harmonie zwischen ihm und seinesgleichen aus dem Gleichgewicht bringt. Ein stark synkopierter Rhythmus, Elemente des Rock und des Jazz, ein durch Rhythmik und Figuration interessant gemachtes Verweilen im tonalen Zentrum der C-Dur-Tonleiter verweisen in diesem Werk auf Koukos’ eklektizistischen Kompositionsansatz und seinem Bestre-ben, eine „neue Tonalität“ zu definieren.
Auszüge aus „Ein Sommernachtstraum“, eine zweiaktige Oper, die auf Shakespeares gleichnami-gem Drama basiert, zeugen vom reichen Fundus des Komponisten an rhythmischen Mustern, die er nicht selten der griechischen Folklore entlehnt. Melodische und harmonische Zitate aus der Renaissancezeit, zu charmanten Melodiebögen zusammen geführt, evozieren die Zeit der Handlung in einer Mitsommernacht Ende des 16. Jahrhunderts.
Seltsame Wesen, die aus Wörtern gemacht sind, sind Bestandteil der Handlung der Oper „Manuel Salinas“. Tänzerisch-rhythmische Elemente, ätherische Passagen, mitreißende Dynamik bestimmen diesen letzten Programmteil, während dem die Sopranistin Sophia Kyanidou über sich hinaus wächst. Herausragend bestritt die Tochter des Komponisten, Stella Koukos, den Klavierpart des Abends. Einfühlsam begleitete Alexander Kahl auf dem Cello.
Periklis Koukos’ Werke wurden bei zahlreichen Gelegenheiten in den renommiertesten Konzertsä-len der ganzen Welt aufgeführt. Er wirkt heute als Kompositionslehrer und Festivalorganisator in Athen. Anlässlich seines 50. Geburtstages und dank der freundlichen Unterstützung der Griechi-schen Botschaft in Berlin, widmete die Camerata Europaea ihm zu Ehren dieses gelungene konzertante Porträt, dem hoffentlich weitere folgen werden!












