(openPR) IM PROJEKTRAUM
CHRISTOPH BRECH
IL PONTE
Wir freuen uns mit Christoph Brech über die Auszeichnung mit dem ersten Preis im Wettbewerb „Kunst am Bau“, welcher vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung ausgeschriebenen wird. Aus diesem besonderen Anlass präsentieren wir in unserem Projektraum zusätzlich die neueste Arbeit des Videokünstlers.
In Brechs Werken verdichten sich scheinbar gewöhnliche Situationen zu Allegorien. Licht, Klänge, Musik, Gegenstände und Orte verschmelzen zu intensiven Momentaufnahmen voll poetischer Kraft. Seine Bildwelten re-sensibilisieren unseren Blick für die Schönheiten im Detail und setzen damit Kontrapunkte zum geschäftigen Sehen der Postmoderne.
In Il ponte fokussiert Brech den abendlichen Strom von Menschen und Fahrzeugen über eine Brücke, welche im Gegenlicht der einsetzenden Dämmerung wie ihr eigener Schatten erscheinen. In zunächst irreleitender Weise spiegelt sich die Szene im langsam dahin ziehenden Fluss. Die zufälligen Menschen auf der Brücke, austauschbar in ihrer Anonymität, das Wasser, das dem Meer zustrebt, die ziehenden Wolken am Himmel, das Licht, das langsam in der Nacht erlischt, verdichten sich zu einer einzigen gleichförmigen Strom. Der Künstler führt uns auf anschauliche Weise die Austauschbarkeit von Schein und Wirklichkeit vor Augen, die aus andauernder Rastlosigkeit resultiert und plädiert als aufmerksamer Beobachter gleichzeitig für die Entschleunigung der Zeit.
Christoph Brech (*Schweinfurt, 1964) studierte von 1989 bis 1995 Bildende Kunst an der Akademie der Bildenden Künste München bei Franz Bernhard Weißhaar. Von 1997 bis 2000 war er Assistent an der Akademie der Künste in München. Es folgten Lehraufträge u.a. an der Université du Québec Montréal (UQAM) an der Montréal Temple University, Rom (2003-2004) und an der Università Gregoriana in Rom (2010).
Brechs Arbeiten sind in renommierten Sammlungen wie der Kunstsammlung des Bundes, der Ingvild Goetz Collection in München und dem Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main vertreten. 2006 war er Stipendiat der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom und Träger des Will-Grohmann-Preises der Berliner Akademie der Künste.
Seine Arbeiten wurden in Einzelausstellungen u.a. in der Villa Stuck, München (2010), im Goethe Institut Taipei, Taiwan (2009) und im Stadtmuseum München (2008) präsentiert. Gruppenausstellungen fanden u.a. im Museo Nacional Centro del Arte Reina Sofia in Madrid (2007), im Museum für Moderne Kunst Frankfurt/Main (2008), Moscow House of Photography (2009) und im Museum of Contemporary Art ,Taipei, Taiwan(2009) statt.












