(openPR) Auch 2011 präsentierte das innovative Deutsche Literaturfernsehen Lesungen neuer Autoren auf der Leipziger Buchmesse. Diesen wird mit einem Fernsehauftritt, der im Internet für jeden zugänglich ist, eine Chance auf dem hart umkämpften Literaturmarkt geboten. Durch die Verbindung von gedruckten Büchern und Internet-TV entsteht eine Kombination aus traditionellen und modernen Medien, durch die das Medium Literatur einem breiten Publikum präsentiert und zugänglich gemacht wird.
Auch diese Woche wird dafür gesorgt, dass auch die oft stiefmütterlich behandelten Lyrikfreunde nicht zu kurz kommen. Denn die Autorin Evgenia Levina hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: ein Buch über Till Eulenspiegel, in dem Till komplett in Gedichten zu Wort kommt. Levina präsentiert eine Auswahl von insgesamt fünf Gedichten im kessen Eulenspiegel-Stil, in denen der legendäre, gewitzte Narr sich seine scharfkantig-humorige Kritik schlicht nicht verkneifen kann. Till übt hierbei unter anderem lebhafte Kritik an Gelehrten und Universitäten sowie gescheiterten Juristen, die schließlich auf die durchaus verrückte Idee kamen, zu schreiben. Denn wer braucht schon das steif-verstaubte Wissen von behäbigen, bärtigen und oftmals durchaus überbezahlten Professoren? Und wären Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg alias Novalis, Franz Kafka, Franz Grillparzer oder Kurt Tucholsky, die allesamt juristische Ausbildungen absolvierten, nicht besser als Paragraphen-Schuster bei ihren Leisten geblieben? Sie sind anderer Meinung? Da müssen Sie an Till Eulenspiegel vorbei.
Doch auch dies ist nur ein kleiner Vorgeschmack, denn ein echter Till Eulenspiegel macht schlicht vor nichts halt, auch nicht vor den höchsten Autoritäten dieser Welt. Und zum guten Schluss liefert er auch noch eine durchaus plausible Erklärung für die Tatsache, dass ihm letztendlich eigentlich alles erlaubt ist.









