(openPR) Naturbelassene Reststoffe werden energetisch vollständig im Kreislaufkonzept der Energiecontracting Heidelberg AG genutzt
Heidelberg, 21.04.2011.
Brauereien produzieren in ihren Brauprozessen nicht nur Bier. Es fällt auch kontinuierlich feuchter Treber als Reststoff an. Dieser Treber kann prinzipiell auch als Brennstoff genutzt werden. Die Energiecontracting Heidelberg AG (ECH) hat hierzu ein ganzheitliches Nutzungskonzept entwickelt.
Treber weist nach dem Sudprozess einen Wasseranteil von bis zu 80% auf. In dieser Form ist er nicht für die Verbrennung geeignet. Zudem muss die Kesseltechnik speziell auf diesen Brennstoff abgestimmt werden. Die ECH, eine Tochter der Heidelberger EC Bioenergie GmbH (ECB), kann für Brauereien dieses Hindernis bewältigen.
Gerade Brauereien sind energieintensive Unternehmen. Die ECH hat in Zusammenarbeit mit der ECB-Gruppe ein ganzheitliches Konzept zur energetischen Nutzung von Reststoffen wie Treber entwickelt. Die ECH nimmt dabei den anfallenden Treber direkt von der Brauerei ab und liefert diesen an eines der Bioenergiezentren zur Produktion von Biobrennstoffen im Netzwerk der ECB. An den Standorten in Kehl, Hardegsen oder Mittenaar erfolgt die Aufarbeitung, wie Mahlen, Brechen, Schreddern und das Trocknen des Trebers. Anschließend wird der Treber mit holziger Biomasse, z.B. Späne oder Hackschnitzel gemischt. Dies dient der Homogenisierung der Verbrennungswerte. Zum Schluss wird dieser gewonnene Rohstoff in sogenannte Industrie-Misch-Pellets gepresst. Diese dienen letztendlich als Brennstoff für den Produktionsprozess von Brauereien. Aktuell wächst für solche Industrie-Pellets auch seitens anderer Industrien, Kraftwerken oder Contractinganlagen mit einer Leistung von über 1 MW die Nachfrage. Der Kreislauf vom Treber als Reststoff bis hin zum Brennstoff ist geschlossen.
„Dieses ganzheitliche Modell ist ökonomisch und ökologisch vorbildlich“ so Johanna Rey, Projektleiterin der ECH. Die Wertschöpfung erfolgt ausschließlich in der Region. Anfallende Logistik und zusätzliche Energiekosten werden reduziert. Die über Deutschland hinweg platzierten Bioenergiezentren der ECB ermöglichen dies. „Die Nutzung von Treber als Brennstoff ist nahezu CO2- neutral und für die regionale CO2-Wirtschaft nach dem Joint-Implementation- Programm zugelassen“ ergänzt Johanna Rey.
Decken Brauereien oder auch andere Kunden gleichzeitig ihren Wärme- und Dampfbedarf über eine optimierte Energieanlage (z.B. Industrie-Pellet-Anlage) im Contractingmodell, können sie mit der ECH weiter Kosten und Energie sparen.
Joint Implementation:
Joint Implementation ist ein flexibler Mechanismus im Kyoto-Protokoll, der Industrieländern dabei helfen soll, ihre in Kyoto vereinbarten Emissionsreduktionsziele zu erreichen, indem sie die Kosten der Emissionsreduktionen senken können. (Quelle: vgl. BMU, 2010).
Die ECH hat ein solches CO2-Bonus-Programm aufgelegt. Eingesparte Emissionen durch den Einsatz eines Biomassekessels können dabei zu barem Geld eingetauscht werden.
http://www.ech-heidelberg.de/fileadmin/content/Referenzprojekte/PDF/ECH_Projektblatt_JI-Bonusprogramm.pdf













