(openPR) Eschborn/Bensheim, 4. Juli 2005 --- Was tun, wenn Arbeit suchende Führungskräfte im gesetzten Alter Talente und Erfahrungen besitzen, die offenbar niemanden interessieren? Die brach liegenden Potenziale abrufen, neue Geschäftsideen zur Marktreife bringen und dadurch Arbeitsplätze schaffen! So oder ähnlich könnte das Motto des vom Hessischen Sozialministerium mit Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds, der Bundesagentur für Arbeit sowie der Region Starkenburg geförderten Projektes „horizonte“ lauten. „horizonte“ startet auf Initiative des RKW Hessen (Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Wirtschaft) in Kooperation mit der innoscope GmbH am 4. Juli im südhessischen Bensheim (Region Starkenburg). Innerhalb von zwölf Wochen werden 22 derzeit arbeitslose Führungskräfte bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Geschäftsideen von erfahrenen Coaches begleitet und durch Expertenwissen und professionelle Reflexion unterstützt. Ziel ist es, Ideen für neue Dienstleistungen und Produkte zu „erfinden“ und in tragfähige Geschäftsmodelle zu überführen. Diese werden anschließend von den Teilnehmern durch die Gründung einer eigenen Firma oder in Kooperation mit existierenden Unternehmen am Markt platziert. Das Ziel von „hori-zonte“ ist einfach: Neue, langfristig existierende Stellen schaffen – und das nicht nur für die Teilnehmer. Die Idee dazu kommt aus der Schweiz. Dort wurde „horizonte“ bereits mehrfach erfolgreich durchgeführt. Das Hessische Sozialministerium fördert das Projekt, da es innovativ und zielgruppenadäquat ist. Zudem ist das Projekt dazu angetan, zum Abbau der Altersdiskriminierung beizutragen.
Ideen werden auf „Herz und Nieren“ geprüft
„horizonte“ läuft über zwölf Wochen entlang eines dreistufigen Prozesses, der die neuesten Erkenntnisse aus der Organisations- und Innovationsforschung anwendet. „Wir wollen sicherstellen, dass nur auf ‚Herz und Nieren’ geprüfte Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entstehen, die sich nachhaltig im Markt behaupten“, sagt Alexander Häussermann, der die inhaltliche Konzeption von „horizonte“ entwickelt hat. Gemeinsam mit seiner Kollegin Simone Back vom RKW Hessen begleitet er die Teilnehmer während der gesamten Zeit als Coach und Moderator. Zusätzlich beraten bei Bedarf weitere Experten aus unterschiedlichen Themenfeldern wie Marketing, Finanzen oder Recht die Teilnehmer. Und damit die in der „Innovationsfabrik“ entwickelten Konzepte schnell und erfolgreich in die Tat umgesetzt werden können, vernetzen sich die „horizonte“-Teilnehmer im Laufe der drei Monate mit ansässigen Wirtschaftsförderern, Unternehmen und anderen relevanten Institutionen. Dazu finden unter anderem regelmäßige offene Workshops und Denkwerkstätten statt. Geplant sind auch ein Newsletter und ein Internet-Forum.
Konzertierte Aktion macht „horizonte“ Beine
„horizonte“ wird gefördert vom Hessischen Sozialministerium aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie der Region Starkenburg, zu der die Wissenschaftsstadt Darmstadt und fünf südhessische Landkreise gehören. Die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit koordiniert in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur Darmstadt die Bewerberrekrutierung und stellt für die Dauer von „horizonte“ durch die Weiterzahlung des Arbeitslosengeldes und der Sozial-versicherungsbeiträge den Lebensunterhalt der arbeitslos gemeldeten Projektteilnehmer sicher. Die Sparkasse Bensheim stellt die erforderlichen Räumlichkeiten zur Verfügung. Außerdem sorgt die mittelhessische Firma „tegut“ für die Verpflegung der Akteure während der gesamten Projektdauer. Zu den Förderern von „horizonte“ gehört auch die Neuland GmbH & Co. KG, die die erforderlichen Arbeitsmittel bereitstellt.
Weitere Informationen zu „horizonte“ gibt es im Internet unter www.horizonte-web.de
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