(openPR) Vom 16. April bis zum 8. Mai 2011 zeigt die Galerie “ars videndi“ eine Auswahl an Werken über den Schaffungszeitraum des Künstlers.
Vernissage am Freitag, dem 15. April 2011, um 19:30 Uhr
Der Künstler ist anwesend.
Gil Schlesinger wurde 1931 in Aussig in der damaligen Tschechoslowakei geboren. Nach Stationen in Israel, Leipzig, Eisleben, Dessau, Anklam, Meiningen und wieder Leipzig, lebte er dort bis 1980. Das Unkonventionelle seiner Arbeitsweise, das Wagnis der Abstraktion, seine Berührung mit Unabhängigkeit und Freiheit ließen ihn zu einem Fixpunkt im doch recht beschränkten Kulturleben der ehemaligen DDR werden, mit Ausstrahlung weit über sächsische Grenzen hinaus. Er prägte eine beachtliche Zahl junger Suchender, die sich nicht dem offiziellen Kunstdogma unterwerfen wollten und stärkte ihnen den Rücken, Studenten der Leipziger Kunsthochschule wie Autodidakten.
1980, nach über dreijährigem Schlagabtausch mit den Behörden, verließ Gil Schlesinger Leipzig in Richtung München. Seine offizielle Wahrnehmung äußerte sich durch zahlreiche Ausstellungen in Deutschland, Holland, Frankreich, eine One - man - show auf der “art frankfurt”.
Atelierverhältnisse, die ihm erlaubten, sich größere Formate vorzunehmen, brachten die lichtesten, strahlendsten, poetischsten Werke hervor. Erden, von Reisen mit nach Hause gebracht, inspirierten zu Arbeiten von spanischer, goyesker Kraft. An Ort und Stelle entstanden Aquarelle, die den trockenen gewürzten Duft griechischer Nachmittage atmen. Das Gegenständliche ist schon lange nicht mehr das Vorherrschende, die Empfindung teilt sich beiläufig dem offenen, bereiten Betrachter mit.
Mit achtzig Jahren ist der Künstler nach Picassos Worten vielleicht kein “Suchender” mehr, eher ein “Findender”, die Freude am Malen jedoch ist das Beständigste in Schlesingers Arbeiten, Freude am Gestalten, am Geruch der Farbe, am Risiko des Beginnens, am Abenteuer Malerei.













