(openPR) Die Wahl fiel auf slowenisch-bosnische Komponistin Belma Beslic-Gál
Frankfurt – Während der Musikmesse in Frankfurt wurde die zweite Stipendiatin für das Programm „Composer in Residence – Komponistinnen nach Frankfurt“ vorgestellt. Das Programm geht auf eine Initiative des Internationalen Arbeitskreises Frau und Musik e. V. zurück und wird von der Stadt Frankfurt und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert.
Eine „Mission für Musik“ – so der Titel der Frankfurter Musikmesse 2011 – war es für Professor Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrats, und Albert Zetzsche, stellvertretend für das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, am Stand des Internationalen Arbeitskreises Frau und Musik die Stipendiatin der diesjährigen Ausschreibung zu begrüßen. Gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern des Internationalen Arbeitskreises Frau und Musik e.V. stellten sie Belma Beslic-Gál als Stipendiatin des Internationalen Arbeitsstipendiums 2011 „Composer in Residence – Komponistinnen nach Frankfurt“ den Medien vor und überreichten ihr die Ernennungsurkunde.
Die fachkundige Jury, bestehend aus Dr. Julia Cloot (Institut für zeitgenössische Musik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt), Susanne Erding-Swiridoff (Komponistin), Stefan Fricke (Hessischer Rundfunk), Nina Janssen (Ensemble Modern) und Dr. Cornelia Preissinger (Vorstand Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik e. V.), entschied sich für die Musikerin, Jahrgang 1978, nach genauer Prüfung der über 80 Einsendungen von Komponistinnen aus allen Teilen der Welt. Die slowenisch-bosnische Komponistin und Pianistin lebt und arbeitet heute mit Mann und zwei Kindern in Wien, bzw. Salzburg.
Noch in ihrer Heimat lernte sie Klavier, kam 1994 nach Leipzig und besuchte von 1996 – 2001 die Klavier/künstlerische Fachrichtung bei Gerlinde Otto und Lazar Berman an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Von 2003 bis 2009 studierte sie an der Kunstuniversität Graz Komposition, Musiktheorie, Komposition-Musiktheater bei Bernhard Lang, Gerd Kühr, Klaus Lang.
Bema Beslic-Gál sammelte Erfahrungen bei internationalen Konzertaktivitäten, multimedialen Kunstprojekten und Videoproduktionen. Seit 2003 spezialisierte sie sich auf zeitgenössische Komposition. Gerade in den letzten Jahren des vergangenen Jahrzehnts setzte sie sich intensiv mit Themen wie der kulturellen Problematik von Nachkriegsgesellschaften, Nihilismus, Futurismus, Weltraumforschung sowie der Manipulation von Zeitwahrnehmung in intermedialen Musikkonstellationen auseinander. Ihr Wettbewerbsbeitrag gab den Ausschlag für die Entscheidung der Jury, sie für das Projekt „Composer in Residence“ nach Frankfurt einzuladen.
Stand: April 2011





