(openPR) Debut-CD der Cellistin Katharina Deserno mit Werken von Komponistinnen des 19. Jahrhunderts bis zur zeitgenössischen Moderne. Ein beeindruckendes Zeugnis kammermusikalischer Musikkultur!
„Reproductives Genie kann dem schönen Geschlecht zugesprochen werden, wie productives ihm unbedingt abzuerkennen ist [...]. Eine Componistin wird es niemals geben, nur etwa eine verdruckte Copistin [...]. In den Tod verhasst ist mir ferner alles, was nach Frauenemancipation schmeckt.“
Wenn Sie sich dieser Meinung des berühmten Dirigenten Hans von Bülow anschließen können, nehmen Sie besser Abstand von der vorliegenden Einspielung. Doch Vorsicht: Sie verpassen ein Kleinod kammermusikalischer Musikkultur!
Auf ihrer KALEIDOS-Debut-CD nimmt sich die Cellistin Katharina Deserno, gemeinsam mit ihrem Klavierpartner Nenad Lecic, eines gleichermaßen musikalisch wie musikologisch anspruchsvollen und spannenden Themas der Musikszene an: Werke von Komponistinnen. Die vorliegende Einspielung vereint dabei eine kleine Auswahl herausragender Musikstücke für Violoncello und Klavier von Komponistinnen des 19. Jahrhunderts bis zur zeitgenössischen Moderne. Eine Sonderstellung nimmt dabei das Violoncello-Solostück (Weltersteinspielung) der jungen Komponistin Oxana Omelchuk ein, welches in der Tonsprache des 21. Jahrhunderts klanglich einen Kontrapunkt zu den romantischen Musikstücken bildet und programmatisch das Thema dieser CD darstellt: Die „Hommage à Clara Schumann“.
Mit viel Gespür für die emotionalen und feinsinnigen Momente (das vermeintlich „Weibliche“ in der Musik), aber eben auch für das rationale, formal bindende Element innerhalb der Musikstücke zeigen die Musiker, dass diese Kompositionen heute zu Recht eine wichtige Stellung im (romantischen) Repertoire unseres Musiklebens einnehmen. In einem musikwissenschaftlich fundierten Begleittext erhält der interessierte Hörer zudem Einblicke in die jeweiligen Werke sowie Hintergrundinformationen zur künstlerischen Arbeit und Leben der Komponistinnen.











