(openPR) eine spannende Reminiszenz an das Leiden des großen Komponisten
Am Sonntag, den 10. März widmen die Augsburg Konzerte dem Komponisten Robert Schumann einen eigenen Abend. Solist ist der in Augsburg mehrfach umjubelte Pianist Konstantin Lukinov. Dabei spannt das Programm einen Bogen über die jungen Jahre des Komponisten bis hin zu seinen letzten Kompositionstagen vor seinem Selbstmordversuch und schließlich die Einweisung in eine Nervenheilanstalt.
Das Konzert beginnt mit dem großen Zyklus „Carnaval, op.9“, in dem Schumann die Tonfolge A-Es-C-H verarbeitet, ein Kryptogramm, in dem er den Ort Asch seiner Verlobten Ernestine von Fricken mit der Erkenntnis, dass diese Buchstaben die einzig spielbaren Töne im eigenen Nachnamen bedeuten, und mit seiner seelischen Zerrissenheit zwischen der Verlobten und seiner Liebe zur noch jungen Clara Wieck verbindet. Die „Fantasie C-Dur, op.17“ hat Schumann aus der leidvollen Liebe zur Clara Wieck komponiert in einer Zeit, in der Clara als Pianistin mit ihrem Vater auf Tournee ging und dieser eine Verbindung der beiden verhinderte. Auf Veranlassung des Schwiegervaters Friedrich Wieck, der im musikalischen Sinne ein Förderer Schumanns war, ging Schumann nach Wien, um sich dort eine eigene Existenz aufzubauen. In dieser Schaffungszeit entstand die „Humoreske, op.20“, von der Schumann selbst sagte, dass er beim Komponieren „lachte und weinte durcheinander“. Hier zeigt sich wieder das durchgehend bestehende seelische Leiden Schumanns zwischen enttäuschter Liebe und dem Drang nach Freiheit und Erlösung. So endet das Konzert mit Schumanns „Geistervariationen, WoO 24“, ein Werk, dass Clara Schumann nach seinem Tod nicht in die Gesamtausgabe aufgenommen hat. Die Geistervariationen werden selten öffentlich aufgeführt, entsprechen sie doch kompositorisch nicht den großen Klavierwerken Schumanns. Doch das Wissen, dass Schumann diese Variationen, in denen die Geister von Komponisten wie Schubert und Mendelssohn ihm musikalische Themen eingegeben haben und ihn in einen so großen Kompositions- und seelischen Wahn bis hin zu seinem Selbstmordversuch mit Sprung in den Rhein und die Einlieferung in die Nervenheilanstalt, gebracht haben, lassen das Konzert im Sinne einer Hommage an den großen Komponisten sein gesamtes Leiden und seine Erlösung spürbar werden.
Vor dem Konzert, das um 20 Uhr beginnt, gibt es im Foyer vor dem Saal baramundi im Kongress am Park um 19:30 eine Einführung in Form eines Künstlergespräches mit Konstantin Lukinov.
Tickets sind im Vorverkauf an allen bekannten Vorverkaufsstellen, dem AZ Ticketservice und online über Eventim erhältlich.













